Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Frank Richter und Helma Orosz leiten künftig gemeinsam die AG 13. Februar in Dresden
Dresden Stadtpolitik Frank Richter und Helma Orosz leiten künftig gemeinsam die AG 13. Februar in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:30 09.09.2015
Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 1500 Menschen an der Veranstaltung der AG 13. Februar am 19. Februar 2012. Quelle: Kay Kölzig
Anzeige

Der Stadtrat beschloss am Mittwochabend, dass beide zusammenarbeiten sollen. Zuvor wäre es aber beinahe zum Eklat gekommen.

Richter hatte die Gespräche der AG in Vorbereitung des 13. Februar 2012 moderiert und dafür viel Lob erhalten. Die CDU allerdings wollte nun aber gemeinsam mit der FDP die Organisation wieder komplett in die Hand von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) legen, um würdig zu gedenken und Missbrauch zu verhindern. Ein interfraktioneller Antrag der Linken, Grünen und SPD sah vor, die OB aufzufordern, wieder Frank Richter als Moderator einzusetzen.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_15089]

Beide Fronten standen zunächst scheinbar unversöhnlich gegenüber, bis Christoph Hille (Bürgerfraktion) vorschlug, beide Anträge zu vereinen. Eine überparteiliche, neutrale Leitung habe der Arbeitsgemeinschaft (AG) 13. Februar gut getan, sagte Richter selbst. Es gelte nun, die Dresdner Erinnerungs- und Gedenkkultur weiter zu entwickeln. Nach einer Beratungspause stimmten die Räte schließlich in einer punktweisen Abstimmung zu, dass beide gemeinsam tätig werden sollen.

Nach mehreren Jahren mit Ausschreitungen war es 2012 gelungen, in Dresden einen friedlichen 13. Februar zu organisieren. So wurde beispielsweise das offizielle Gedenken auf dem Heidefriedhof umorganisiert. Tausende Gegendemonstranten protestierten am Jahrestag der alliierten Bombenangriffe friedlich und zwangen die Rechtsextremen so, ihre Marschroute massiv zu verkürzen. Die Gegenveranstaltungen der AG 13. Februar und des Bündnisses Dresden Nazifrei sorgten zudem dafür, dass die Neonazis ihre befürchtete Demo am 19. Februar ganz absagten.

rare / sl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[gallery:500-1546223269001-DNN] Dresden. Die Dresdner Stadtverwaltung reagiert mit Skepsis auf das Vergleichsangebot von Kulturpalast-Architekt Wolfgang Hänsch.

09.09.2015

Tagesordnungspunkt Nummer elf der heutigen Sitzung des Stadtrates macht ernst mit dem Kulturkraftwerk Mitte. Nach dem Willen der Stadtverwaltung soll die Stesad GmbH bei den Planungen für das 86,7 Millionen Euro teure Mammutprojekt den Hut aufhaben und von Juli diesen Jahres bis März 2013 einen so genannten "Wettbewerblichen Dialog" durchführen.

09.09.2015

[gallery:500-1546223269001-DNN] Dresden. Hände weg von Saal und Gebäude: Der Architekt Wolfgang Hänsch will im Urheberrechtsstreit um den Kulturpalast in Dresden einer gütlichen Einigung mit der Stadt nur bei einem Umbau unter Erhalt des Mehrzwecksaals zustimmen.

09.09.2015
Anzeige