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Stadtpolitik Förderung für Nachtcafes und Duschbus
Dresden Stadtpolitik Förderung für Nachtcafes und Duschbus
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10:01 27.04.2018
Der Sozialausschuss des Stadtrats sprach sich jetzt mit großer Mehrheit für Finanzhilfe an die Nachtcafés und die Einrichtung eines Duschbusses für Wohnungslose aus. Quelle: 79050535
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Dresden

Auf Initiative der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit können Obdachlose in Dresden mit zusätzlicher Hilfe rechnen. Der Sozialausschuss des Stadtrats sprach sich jetzt mit großer Mehrheit für Finanzhilfe an die Nachtcafés und die Einrichtung eines Duschbusses für Wohnungslose aus.

Nach Ansicht von SPD, Grünen und Linken funktionieren die Dresdner Nachtcafés als ökumenische Angebote mehrerer Kirchgemeinden zum Großteil dank ehrenamtlichen Engagements. Finanziert würden sie vor allem aus Spenden, aber bislang ohne städtische Zuschüsse. Das mache zwar den Betrieb möglich, nötige Geräte wie Waschmaschinen oder kleinere Reparaturen könnten aber nicht vollständig finanziert werden.

Steigende Mieten verschärften das Problem der Wohnungslosigkeit

Diese Lücke sollte geschlossen werden. Beschlossen wurde daher mit den Stimmen der Kooperation eine Fonds von 80.000 Euro für die Nachtcafés. Die können davon bis zu 10 000 Euro für Ausstattung und kleinere Reparaturen abfordern. Zudem soll die Suche nach einem Träger für einen „Duschbus“ als mobiles Angebot in der Obdachlosenhilfe gestartet werden. Der Sozialausschuss soll über die Ergebnisse des Interessenbekundungsverfahrens entschieden werden.

Die Nachtcafés seien eine deutschlandweit einmalige Angebot, würdigte Vincent Drews, die Arbeit für die Obdachlosen. Die Gelder für Sachkosten seien eine „sinnvolle und notwendige Unterstützung“ zum bisherigen Finanzierungsmodell der Cafés, das beibehalten werden soll, erklärte der SPD-Politiker.

Da Menschen aufgrund ständig steigender Mieten ihre Wohnung verlieren oder keine im niedrigen Preissegment finden würden, werde mit dem Beschluss die Unterstützung für Menschen ohne feste Bleibe ausgebaut, sagte Pia Barkow.

CDU sieht keinen Bedarf für den Duschbus

Mit dem „Duschbus“ soll ein neues, ganz praktisches Angebot mobiler Hilfe geschaffen werden, ergänzte Tina Siebeneicher (Grüne), mit dem Betroffene durch die Chance, sich zu waschen und saubere Kleidung zu erhalten, „ihre Menschenwürde zurückgegeben“ werde.

Daran entzündete sich jedoch Kritik. Die CDU, die gegen den Antrag stimmte, sieht in Dresden „nach Rücksprache mit Sozialträgern“ keinen Bedarf für einen Duschbus. Die Fraktion wollte im Ausschuss die Hilfe für die Nachtcafés auf 120.000 Euro aufstocken, dafür aber den Bus streichen. Die Verwendung der öffentlichen Gelder müsse sich am reellen Bedarf orientieren, stellte CDU-Stadträtin Daniela Walter fest.

Von Ingolf Pleil

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