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Stadtpolitik Filmnächte am Elbufer Dresden: Grüne mit Kompromissvorschlag - Förster fordert sachliche Debatte
Dresden Stadtpolitik Filmnächte am Elbufer Dresden: Grüne mit Kompromissvorschlag - Förster fordert sachliche Debatte
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18:46 09.09.2015
Die Filmnächte Dresden. (Archiv) Quelle: Anne-Kathrin Sturm
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„Damit wäre der Fortbestand dieses kulturellen Ereignisses für Dresden sichergestellt“, meint Fraktionsvorsitzende Christiane Filius-Jähne. Bei allem Verständnis für die Pan GmbH, dem bisherigen Veranstalter, könne die Stadt jetzt nicht die Verträge bis 2025 verlängern, so die Politikerin.

 

„Auch die Interessen der Stadt müssen in solchen privatwirtschaftlichen Vereinbarungen gewahrt bleiben“, mahnte sie am Donnerstag und forderte eine sachliche Diskussion ein, da die Verträge bis 2015 liefen. „Die Stadt muss die Gelegenheit haben, für Konzerte und sonstige Events andere Ideen und Möglichkeiten zu prüfen“, so Filius-Jähne.

Unterdessen lies Wolfgang Förster durch Anwälte mitteilen, dass er sich nicht geistiges Eigentum eines anderen zu Nutze machen wolle. „Tatsache ist im Gegenteil, dass es Herrn Förster darum geht, die Elbwiesen um das Angebot weiterer Veranstalter zu bereichern und den Veranstaltungsort damit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen“, so das Schreiben der Dresdner Anwaltskanzlei Kucklick Wilhelm Börger Wolf und Söllner. Sämtliche Ansprüche der Pan GmbH endeten demnach an dem Tag, an dem der Pachtvertrag auslaufe, so die Mitteilung der Juristen, die im Namen ihres Klienten eine sachliche Debatte forderten.

Der Dresdner Gastronom und Clubbetreiber Förster und sein Partner Mirco Meinel wollen das 18-jährige Monopol der Pan GmbH brechen. Da der Vertrag in zwei Jahren auslaufe, sollte es Normalität sein, dass in einer solchen Situation die Stadt Dresden ein derart attraktives Pachtobjekt ausschreibe, um auf diese Weise für eine optimale Verwertung zu sorgen, so die Sicht der beiden Unternehmer. Auch stellten sie in Frage, ob das Konzept der Pan GmbH den kulturellen Ansprüchen noch genüge.

Jens Genschmar, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion, hatte bereits am Dienstag seine Sicht der Dinge mitgeteilt. „Eine Ausschreibung der Filmnächte wäre genauso absurd wie eine Ausschreibung des Elbhangfestes, des Dixielandfestivals oder der Schlössernacht. Dies alles sind private Initiativen und Veranstaltungen, auf die es auch ein geistiges Urheberrecht gibt.“ Unterdessen hat sich FDP-Fraktionschef Holger Zastrow auf DNN-Nachfrage selbst für befangen erklärt, da seine Werbeagentur die Pressearbeit für die Filmnächte macht. Der FDP-Stadtrat wird sich somit bei der Ratssitzung am 3. Mai aller Voraussicht nach enthalten.

Dominik Brüggemann

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