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Stadtpolitik FDP will Dresdens Bäume zählen lassen
Dresden Stadtpolitik FDP will Dresdens Bäume zählen lassen
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10:51 25.10.2018
Straßenbäume in Dresden: Wie viele es genau sind, will die FDP herausfinden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Grünen sind die Partei der Bäume schlechthin. Die Dresdner SPD kämpft auch für mehr Grün und fordert 1000 Straßenbäume pro Jahr zusätzlich. Jetzt hat die Fraktion FDP/Freie Bürger im Stadtrat das Thema Baum für sich entdeckt. Die Freien Demokraten und Bürger fordern eine Zählung aller Straßenbäume in Dresden.

Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow verweist in seinem Antrag auf das 2009 vom Stadtrat beschlossene Baumkonzept. 2008 habe es in Dresden 48.500 Straßenbäume gegeben. Im Konzept sei ein Potenzial von 30.000 neuen Bäumen aufgezeigt worden. Tatsächlich sei die Zahl der Straßenbäume bis Ende 2017 aber nur auf 53 850 gestiegen. Zudem sei abzusehen, dass es wegen des warmen und trockenen Sommers in diesem Jahr besonders an Jungbäumen zu Schäden gekommen sei.

Die FDP als neuer Vorkämpfer für die Umwelt?

Die Verwaltung müsse die Schäden erfassen, fordert die Fraktion. Dabei biete sich eine komplett neue Evaluierung des Straßenbaumbestandes an. In den vergangenen Jahren habe der Wohnungsneubau in Dresden spürbar angezogen, die Innenstadt werde weiter verdichtet, so Zastrow. Dabei verschwinde teilweise Innenstadtgrün, das nicht als Straßenbäume gelte. „Auch aus diesem Grund ist dem Bestand und der Entwicklung von Straßenbäumen und Grün erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken“, heißt es in dem Antrag.

2009 sei ein Investitionsbedarf von 52 Millionen Euro für 15 bis 20 Jahre prognostiziert worden. Die damals festgestellten 2,5 bis 3,5 Millionen Euro Investitionsbedarf pro Jahr seien aber in den vergangenen Jahren niemals zur Verfügung gestellt worden. Jetzt sei es an der Zeit, das Straßenbaumkonzept zu evaluieren und fortzuschreiben, um es an die rasante Entwicklung in der Landeshauptstadt anzupassen, erklärte die Fraktion FDP/Freie Bürger.

Werden Zastrow und seine Mitstreiter jetzt etwa zu Vorkämpfern für Natur und Umwelt? Nun ja. Die Fraktion hat auch einen Antrag eingereicht, wonach die Verwaltung die Pendlerströme in und aus der Stadt Dresden analysieren soll. „Der Stau im Berufsverkehr jeden Früh und Nachmittag, in dem viele Berufstätige stecken, hat deutlich zugenommen. Jeden Früh sind Ein- und Ausfallstraßen wie die Königsbrücker Landstraße und die Radeberger Landstraße auf Kilometer verstopft“, heißt es in dem Antrag, der eher auf die Autofahrer abzielt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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