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Stadtpolitik FDP Dresden nominiert Stadtrats-Bewerber: Gerangel um Platz 1 in der Altstadt
Dresden Stadtpolitik FDP Dresden nominiert Stadtrats-Bewerber: Gerangel um Platz 1 in der Altstadt
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21:57 09.09.2015
FDP-Stadträtin Barbara Lässig. Quelle: Archiv

Am Sonnabend folgen die Liberalen. Auf einem Kreisparteitag im Holiday Inn auf der Stauffenbergallee nominiert die rund 400 Mitglieder starke Dresdner FDP ihre Bewerber für den Stadtrat.  

Neun Stadträte hat die FDP-Fraktion, Ziel ist es laut dem FDP-Kreisvorsitzenden Christoph Blödner, dieses Ergebnis zu verteidigen. „Wir wissen, dass das ambitioniert ist. Wir werden kämpfen.“ Ob der negative Bundestrend die Partei auf Stadtebene nach unten zieht, sei schwer vorherzusagen. „Wir haben eher eine gegenläufige Entwicklung nach der Bundestagswahl verspürt. Die Zahl der Parteieintritte ist deutlich gestiegen“, sagt Blödner.  

Die Stadtratswahl ist auch eine Personenwahl, und da gibt es bei den Liberalen wenig Überraschungen. Mit André Schindler und Jens-Uwe Zastrow haben laut Blödner zwei Stadträte angekündigt, nicht mehr auf Listenplatz eins kandidieren zu wollen. „Sie werden aber auf hinteren Plätzen antreten, haben sie mitgeteilt.“ Die anderen sieben Stadträte stehen wieder für eine Spitzenposition zur Verfügung. Eine Kampfkandidatur könnte es für den Wahlkreis Altstadt geben, in dem die Sportpolitikerin Barbara Lässig auf Platz 1 kandidieren will. Auch der Ortsbeirat Torsten Hilbrich hat Ambitionen angemeldet.  

Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow. Quelle: dpa
Parteichef Holger Zastrow, der durch den Neuzuschnitt der Wahlkreise die Hälfte seines Stamm-Wahlkreises verloren hat, wird sich um Listenplatz 1 in der Südvorstadt bewerben. Matteo Böhme will in Pieschen antreten, Jens Genschmar in Prohlis, Frank Kroschinsky in Gorbitz. Burkhard Vester ist in Tolkewitz für die Spitzenposition vorgesehen, Thoralf Gebel im Coschützer Wahlkreis. Christoph Blödner bewirbt sich um Listenplatz 1 in Plauen, der Landtagsabgeordnete Carsten Biesok soll in Blasewitz antreten, Holger Hase in Klotzsche. Die Ortsbeirätin Benita Horst ist für Platz 1 in der Neustadt vorgesehen.  

Blödner geht davon aus, dass die FDP die maximal möglichen 108 Kandidaten aufstellen kann. „Wir führen noch einige Gespräche und sind sehr zuversichtlich.“ Ihr Kommunalwahlprogramm haben die Liberalen schon im November 2013 verabschiedet. Sie setzen auf die Schuldenfreiheit der Stadt, bekennen sich zu den Investitionen in Schulen und Kindertagesstätten und setzen sich für die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer ein. „Ich nutze selbst Straßenbahn, Fahrrad und Auto. Wer nachmittags mit den Verkehrsbetrieben oder dem Rad durch die Stadt fährt, ist deutlich schneller als mit dem Auto. Wir müssen aufpassen, dass die Autofahrer nicht ins Hintertreffen geraten“, sagt der Kreisvorsitzende. Als Autofahrer-Partei will er die FDP aber nicht verstanden wissen.

Thomas Baumann-Hartwig

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