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Stadtpolitik Erzieher streiken in Dresden für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen
Dresden Stadtpolitik Erzieher streiken in Dresden für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen
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20:31 09.09.2015
Die Streikkundgebung am Montag vor dem Dresdner Volkshaus. Quelle: Dominik Brüggemann
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Seit dem Montagmorgen ist etwa die Hälfte aller kommunalen Kindergärten vom Streik betroffen, wie aus einer Auflistung der Stadt Dresden hervorgeht.

[image:phpeqWPDo20140317120822.jpg]Die Gewerkschaft Verdi fordert aktuell eine Anhebung der Entgelte in Höhe von 100 Euro sowie zusätzliche ein Plus von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber legten in der ersten Runde kein Angebot vor. Der Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), nannte insbesondere den geforderten Sockelbeitrag von 100 Euro überzogen. „Die Arbeitgeber spielen auf Zeit. Aber diese Verhinderungshaltung muss aufgebrochen werden“, sagte Verdisprecher Frank Fischer bei der Kundgebung am Volkshaus in Dresden und lobte die rege Beteiligung der Streikenden. „Dresden lobt sich als Geburtenhauptstadt und Kinder haben einen Anspruch auf einen Kitaplatz. Aber auch Erzieher haben einen Anspruch auf einen gerechten Lohn“, rief Fischer den Streikenden entgegen.

„Wir arbeiten mit Menschen, nicht mit Gegenständen“ betonte eine Erzieherin der Integrations-Kita Schwalbennest in Zschertnitz. Sie müssten teilweise 20 Kinder betreuen, von denen viele eine individuellere Betreuung benötigten. Seit 26 Jahren sei sie in ihrem Beruf tätig. „Viele können nicht bis ins hohe Alter arbeiten. Ich finde, für uns muss mehr für die Altersabsicherung getan werden“, so die Erzieherin. Eine Kollegin, die ebenfalls ungenannt bleiben wollte, pflichtete ihr bei: „Ich denke, unsere tägliche Arbeit ist mehr wert.“ Dabei gehe es ihr nicht nur um das Geld, sondern auch um die Bedingungen. „Die Dokumentation der Arbeit benötigt viel Zeit“, berichtet sie von einer steigenden Bürokratie.

Verdi und die Streikenden kündigten einen langen Atem bei den Verhandlungen an. Entsprechend sei die Gewerkschaft bereit, ein zweites und drittes Mal auf die Straße zu gehen und gegebenenfalls erneut zu streiken.

Dominik Brüggemann

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