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Erweiterung des Sporplatzes an der Stuttgarter Straße in Dresden ist endgültig gescheitert

Lärmprobleme Erweiterung des Sporplatzes an der Stuttgarter Straße in Dresden ist endgültig gescheitert

Eigentlich sollte an der Stuttgarter Straße in Dresden eine Sportanlage für zwei Vereine entstehen. Jetzt sind die Pläne endgültige gescheitert. In einer Vorlage für den Sportausschuss beschreibt Sportbürgermeister Peter Lames, was er jetzt plant.

So soll das Funktionsgebäude für den Sportplatz Stuttgarter Straße in Dresden aussehen.

Quelle: Vorlage Stadt/Fugmann Architekten

Dresden. Jetzt wird es amtlich: Die Sportanlage an der Stuttgarter Straße erhält kein weiteres Großspielfeld. Ein bereits vorliegender Beschluss soll durch den Sportausschuss jetzt aufgehoben werden. Das geht aus einer Vorlage von Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) für das Gremium hervor.

Eigentlich sollte die Anlage in Coschütz, zu der ein Großspielfeld mit Kunstrasen gehört, um ein weiteres Großspielfeld, ein Kleinspielfeld und ein Funktionsgebäude für zwei Vereine erweitert werden. Die zusätzlichen Kapazitäten sollten die Sportanlage am Käthe-Kollwitzufer 19 (SV Johannstadt) ersetzen. Doch dann gab es keine Baugenehmigung, weil Lärmschutzprobleme nicht gelöst werden konnten. Die Hoffnung, mit einer großzügigeren Regelung in der vom Bund geänderten Sportanlagenlärmschutzverordnung könnte es doch noch zur Erweiterung kommen, hat sich nun zerschlagen. „Auch die aktuelle Gesetzesänderung führt zu keiner spürbaren Entspannung der Schallschutzanforderungen zum Schutz des an die Sportanlage angrenzenden reinen Wohngebietes“, heißt es dazu in der Vorlage für den Ausschuss. Im Klartext: Der Fußballplatz ist zu laut. Damit ist die Erweiterung endgültig geplatzt. Die Stadt plant nun mit einem kleineren Funktionsgebäude, das nur noch für einen Verein konzipiert werden müsse. Der Beschluss zur Erweiterung kann nicht erfüllt werden und sei daher aufzuheben.

Auf dem Platz muss aber dringend etwas getan werden. Als die Stadt 1999 den Kunstrasenplatz anlegte, entstanden für Umkleide- und Sanitärbereich nur Container. Inzwischen sind die stark verschlissen und für die Mitgliederzahl des Vereins FV Süd-West nicht mehr ausreichend. Nun will die Stadt ein neues Funktionsgebäude errichten. Es soll zwischen Spielfeld und Zufahrt zur Stuttgarter Straße entstehen.

In dem zweigeschossigen Funktionsgebäude befinden sich im Erdgeschoss die öffentlichen Toiletten, Hausanschluss- und Technikräume, Räume für die Betreibung der Sportanlage, zwei Schiedsrichterräume mit Sanitärbereich und ein Vereinsraum mit Teeküche. Im Obergeschoss sind acht Umkleiden mit Sanitärbereichen, ein Putzmittelraum sowie ein Büroraum und ein Trainerzimmer vorgesehen. Erdgasheizung, Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Solarthermie erfüllen die Klimaziele der Stadt. Wenn das neue Haus fertig ist, werden die Container abgerissen. 1,7 Millionen Euro hat die Stadt für das Projekt veranschlagt und davon 450 000 Euro bei der Sächsischen Aufbaubank als Förderung beantragt. Eine Zusage steht noch aus.

Von Ingolf Pleil

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