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Stadtpolitik Erfolg mit Beigeschmack - Dresden-Nazifrei ist mit Ergebnis des 19. Februar zufrieden
Dresden Stadtpolitik Erfolg mit Beigeschmack - Dresden-Nazifrei ist mit Ergebnis des 19. Februar zufrieden
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22:41 09.09.2015

Es sei gelungen, den Nazi-Aufmarsch zu verhindern, sagte Sprecher Thomas Bergmann am Montag. Die Ausgangssituation sei schlecht gewesen, dennoch seien die zahlreichen Gegendemonstranten durch die Absperrungen gekommen.

Bergmann lobte vor allem das geschlossene Auftreten der Blockierer „Wir sind froh, dass die Leute das gemacht haben. Sie haben sich nicht unterkriegen lassen." Für die Nazis sei der Tag dagegen abermals eine Katastrophe gewesen, die politisch nicht zu unterschätzen sei. „Es ist auch ein Signal für viele andere Städte", sagte der Bündnis-Sprecher.

Es gebe aber bei aller Freude auch einen bitteren Beigeschmack. Die Sanitäter von Dresden-Nazifrei hätten insgesamt 114 Personen behandelt, 42 davon seien schwerer verletzt worden. Von einer gebrochenen Nase, ausgekugelten Gelenken oder Schädel-Hirn-Traumata berichtete Bergmann.

Er kritisierte auch noch einmal das harte Vorgehen der Polizei, das wesentlich zur Eskalation beigetragen habe. Zugleich betonte er den Grundkonsens von Dresden-Nazifrei, wonach die Polizei nicht das Ziel der Gegendemonstranten sei. Von den Blockaden sei keine Eskalation ausgegangen. Vielmehr hätten dort viele Teilnehmer besänftigend gewirkt.

Ob und was noch juristisch auf das Bündnis zukommt, wollte er nicht prophezeien. „Möglich ist nach der Aktion am Samstag alles", sagte er und erinnerte an die Durchsuchung des „Hauses der Begegnung" durch das Landeskriminalamt (LKA). Dieses hatte unter anderem das dort untergebrachte Pressebüro von Dresden-Nazifrei durchsucht, da nach Aussagen der Fahnder von dem Gebäude aus linksradikale Gewalttäter koordiniert wurden.

Ein eher gutes Zeichen sei dagegen der Absturz der Bündnis-Homepage am Samstagmittag gewesen. Es habe bereits im Vorfeld zahlreiche Online-Attacken auf die Seite gegeben. Dass die Homepage ab Mittag nicht mehr erreichbar war, habe laut Bergmann aber an den vielen normalen Zugriffen gelegen.

sl

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