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Stadtpolitik Eis essen für Wählerstimmen: Samuel Fink will Dresdens Oberbürgermeister werden
Dresden Stadtpolitik Eis essen für Wählerstimmen: Samuel Fink will Dresdens Oberbürgermeister werden
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23:50 09.09.2015
Quelle: Julia Vollmer
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Der 30-Jährige hat, wie alle anderen Kandidaten, noch bis zum 11. Mai Zeit, die erforderlichen 240 Unterschriften für eine OB-Kandidatur zu sammeln.

45 Wähler konnte er bereits überzeugen, zu unterschreiben, die anderen Stimmen sollen folgen.In seiner Eisbox brachte der Kasetten-DJ allerlei bunte Sorten mit – von Erdbeer, über Malaga bis zu Apfel-Sahne reichte die Auswahl. Immer wieder blieben Passanten stehen, nahmen das kostenlose Eis dankbar an und diskutierten mit dem Anwärter auf den Rathaussessel die aktuelle politische Lage. Verändern will Samuel Fink so Einiges in der Stadt. „Wichtig ist mir eine Vereinfachung der Straßenmusikverordnung. Musiker sollen sich einfach an die Straße setzen und loslegen dürfen, ohne diese lästige Bürokratie vorher“, so der Pieschener.

Einsetzen will er sich auch für die Stärkung der freien Kulturszene in der Stadt. Neben der Hochkultur von Semperoper und Staatsschauspiel müssen auch freie Projekte besser gefördert und wahrgenommen werden.Die Idee für die Oberbürgermeisterwahl am 7. Juni zu kandidieren, entstand aus der Initiative „Keebierda“, die zunächst als Satire auf Pegida diente. Anfang Januar gründete sich die Initiative auf Facebook. „Als dann der Termin der Wahl näher rückte, kam der Gedanke über Facebook hinaus zu agieren mit mir als Kandidat“, erzählt Fink.

Der 30-Jährige, der im Alltag als Krankenpfleger auf der Kinderpsychartrie-Station in Arnsdorf arbeitet, will sich bei geglückter Rathausthronbesteigung auch für die Stadtteilkultur in Pieschen einsetzen. „Die Menschen müssen da abgeholt werden, wo sie stehen – in ihrem Viertel“. Auf der Agenda im Mai stehen am 2.5. eine große Party im Bautzner Tor und viele spontane Aktionen.

Julia Vollmer

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