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Drogenprävention auch in der Dresdner Neustadt

Dresden Drogenprävention auch in der Dresdner Neustadt

Der Stadtrat will den „Maßnahmenplan für Suchtprävention am Wiener Platz und weiteren Brennpunkten bis 2020“ offenbar auf die Äußere Neustadt ausweiten. Ein Antrag von SPD und Grünen, befürwortet vom Ortsbeirat Neustadt, zwei zusätzliche Stellen für Suchtsozialarbeiter mit Einsatzgebiet in der Neustadt zu schaffen, hat wohl gute Chancen.

Der Stadtrat will den „Maßnahmenplan für Suchtprävention am Wiener Platz und weiteren Brennpunkten bis 2020“ offenbar auf die Äußere Neustadt ausweiten.

Quelle: dpa

Dresden. Der Stadtrat will den „Maßnahmenplan für Suchtprävention am Wiener Platz und weiteren Brennpunkten bis 2020“ offenbar auf die Äußere Neustadt ausweiten. Es gebe Absprachen, einen von SPD und Grünen eingebrachten und vom Ortsbeirat Neustadt einstimmig beschlossen Antrag, zwei zusätzliche Stellen für Suchtsozialarbeiter mit Einsatzgebiet in der Neustadt zu schaffen, auch im Stadtrat anzunehmen, sagt Stadtrat Vincent Drews, sozial- und integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er rechne mit zusätzlichen Kosten von „höchstens 100 000 Euro“, sollten die Neustadt-Stellen geschafft werden. Das auf einem Stadtratsbeschluss von 2016 fußende Konzept sieht bisher vier Sozialarbeiter für den Wiener Platz vor, von denen sich drei vor allem um drogensüchtige Erwachsene kümmern sollen und einer um Verwaltungsaufgaben.

Die Finanzierung der zusätzlichen Stellen sieht Drews nicht problematisch, zumal „der Finanzierungsvorschlag der Verwaltung ohnehin noch diskutiert werden muss“, wie er sagt. Man sei nicht zufrieden mit der Idee, die Drogenprävention mit Mitteln des Sozialbereichs bezahlen zu wollen. „Es handelt sich ja eigentlich um eine Aufgabe der Gesundheitshilfe“, sagt Drews. Da es für die Gelder des Sozialbereichs bereits viele Interessenten gäbe, schlägt der SPD-Sozialpolitiker eine andere Finanzierungsquelle vor. Auch in diesem Jahr würden in den für die Begleichung von Kosten der Unterkunft für Sozialhilfeempfänger vorgesehenem Haushaltstopf ein großer Rest bleiben. „Das müsste über einer Million Euro liegen“, meint Drews. Dieses Geld ließe sich für die Drogenprävention ausgeben.

Verzögert sich durch die anstehende Finanzierungsdebatte die Umsetzung des Konzepts? Nein, meint Drews. Man könne alle Fragen in denn ohnehin angesetzten Gremiensitzungen klären, so dass der Stadtrat wie geplant Mitte Januar beschließen kann. Da die städtische Koordinatorin für Suchtprävention, Kristin Ferse, die Ausschreibung der Stellen bereits vorbereiten lässt, könnten die ersten Sozialarbeiter im April und Mai ihre Arbeit aufnehmen, meint sie. Dann also, wenn die warmen Monate und damit besonders viel Arbeit für die Straßensozialarbeit anstehen.

In einer weiteren Ausweitung des Konzepts sieht Drews derzeit wenig Sinn. Für den als Drogenumschlagplatz verschrienen Wiener Platz sei das Präventionskonzept gedacht, das sei auch richtig. In der Äußeren Neustadt gebe es durch die von Ortsamtsleiter André Barth geleiteten AG Sicherheit bestehende Strukturen, die sich mit dem Drogenhandel zum Beispiel auf dem Scheunevorplatz und dem Alaunplatz auseinandersetzen. „Die fehlen aber in Prohlis und Gorbitz, wo es auch Drogenprobleme gibt“, sagt Drews. Dort müsse man ähnliche Vernetzungen mit vor Ort verankerten Akteuren aufbauen und dann in der Debatte über den Haushalt 2019/20 sehen, ob sich Gelder für die Drogenprävention in diesen Stadtteilen locker machen lässt.

Von uh

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