Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Dresdner haben wenig Vertrauen in neuen Stadtrat - DNN-Barometer zu Politikwechsel, Globusmarkt und Hafencity
Dresden Stadtpolitik Dresdner haben wenig Vertrauen in neuen Stadtrat - DNN-Barometer zu Politikwechsel, Globusmarkt und Hafencity
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:48 09.09.2015
Drei Bauprojekte will die rot-rot-grüne Quasi-Mehrheit im Stadtrat neu verhandeln. Wir haben die Dresdner gefragt, wie sie zu den Themen sowie zur Schuldenfreiheit stehen. Quelle: A. Eylert

Dazu gehören die Schuldenfreiheit Dresdens, eine schmalere Sanierungsvariante der Königsbrücker Straße und die Überarbeitung des Masterplans "Leipziger Vorstadt", bevor überhaupt über einen Globusmarkt am Leipziger Bahnhof und eine Hafencity am Neustädter Hafen entschieden wird. Das Institut für Kommunikationswissenschaft hat für das aktuelle DNN-Barometer in einer repräsentativen Umfrage Dresdner zu diesen derzeit wichtigsten städtischen Projekten gefragt - mit überraschenden Ergebnissen. Beim politischen Dauerstreit Königsbrücker Straße kristallisiert sich auch in der Bevölkerung keine Linie heraus. 45% aller Befragten würden gern den Beschluss von CDU, FDP und Bürgerfraktion beibehalten und die marode Straße vierspurig ausbauen lassen. 46% dagegen präferieren den Plan von Linken, SPD und Grünen für eine schmalere Sanierungsvariante. Eine Pattsituation.

Klarer zeichnet sich die Meinung der Dresdner ab, wenn man sie nach der Schuldenfreiheit ihrer Stadt fragt. 57% der Befragten wollen auch bei sinkenden Einnahmen lieber sparen, als Kredite aufnehmen. Für immerhin 36% käme eine neuerliche Verschuldung in Frage. Dreiviertel aller Dresdner kennen die Diskussionen über einen künftigen Globusmarkt am Leipziger Bahnhof und eine Hafencity an der Elbe. Fragt man diesen Bevölkerungsteil nach ihrer Meinung zu den beiden Projekten, stößt man in erster Linie auf Skepsis. So wollen 57% der Interviewten keinen Globusmarkt in der Leipziger Vorstadt, nur 24% sind dafür, während dem Rest das Bauprojekt herzlich egal ist. Gegen die Bebauung des Neustädter Hafens sind 52% der Befragten, 33% möchten die Hafencity kommen sehen, 15% sind noch unentschieden. Das Verblüffende: Im August 2013 waren sogar 56% der Interviewten gegen die Hafencity und nur 29% dafür. Das Hochwasser 2013 hat also dem Image der Hafencity nicht geschadet. Der Zuspruch für eine Bebauung am Neustädter Hafen erhöhte sich sogar leicht.

Befragt man die Dresdner nach ihrem Vertrauen in den neuen Stadtrat, zeichnet sich ein schiefes Bild ab. Zwar begrüßt die Hälfte der Dresdner den Wechsel (50%) und 43% der Befragten sind mit dem neuen Stadtrat zufrieden, andererseits glauben die Bürger nicht (46%), dass die linke Mehrheit die politische Stimmung in der Bevölkerung besser repräsentieren kann, als die alte bürgerliche. Auch erhält Rot-Rot-Grün von den Dresdner wenig Vorschusslorbeeren: 70% der Befragten haben kein großes Vertrauen bzw. nur wenig Vertrauen darauf, dass der neue Stadtrat seine Arbeit gut machen wird. Dagegen stehen 22%, die auf ihn setzen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2014

Arndt, Madeleine

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Ende seiner Amtszeit bilanziert der Weißiger Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr (CDU) vor allem Punkte auf der "Haben"-Seite. "Ich wüsste eigentlich keine Misserfolge zu nennen", sagt er auf Nachfrage bescheiden.

09.09.2015

Die neue Mehrheitskoalition aus Linken, Grünen und SPD hat jetzt eine erste Niederlage einstecken müssen: Die Landesdirektion hat die von Rot-Rot-Grün kürzlich durchgesetzte Hauptsatzung kassiert und ultimativ gefordert, diese bis zum 31. Oktober aufzuheben.

09.09.2015

André Schollbach, Vorsitzender der Linken-Fraktion im Dresdner Stadtrat hat die CDU-Fraktion noch einmal scharf angegriffen. Grund dafür ist erneut die nicht abgegebene Meldung der CDU für die Fachausschüsse des Stadtrates.

09.09.2015