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Stadtpolitik Dresdner Vereine erhalten künftig längerfristige Fördermittel
Dresden Stadtpolitik Dresdner Vereine erhalten künftig längerfristige Fördermittel
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10:46 01.09.2016
Freie Träger sollen Fördermittel in Dresden künftig langfristig bewilligt bekommen. Quelle: dpa
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Dresden

Planungssicherheit, Bürokratieabbau und sichere Anstellungen – die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit verspricht mit dem interfraktionellen Antrag zur „mehrjährigen Förderung freier Träger“ einen Paradigmenwechsel in der Finanzierung vieler sozialer Vereine. Die freien Träger, alleine 68 im sozialen Bereich, übernehmen wichtige Aufgaben in der Stadt: von Suchtberatung über Frauenschutzhäuser und Obdachlosenbetreuung bis hin zu Sportvereinen oder der Jugendhilfe. Viele Vereine lösen kommunale Probleme und bekommen dafür Geld vom Rathaus.

Dabei kommt künftig das Instrument der „Institutionellen Förderung“ zum Einsatz. Das bedeutet, dass der Verein oder Projektträger die Finanzierung erhält. Bisher war diese stets an die einzelnen Projekte geknüpft. Darüber hinaus soll der Zeitraum auf bis zu drei Jahre ausgedehnt werden, anstatt der bisherigen zwölf Monate.

Zunächst muss der Antrag „A0240/16“ durch die Ausschüsse. Es gilt, die Förderrichtlinien anzupassen. „Wir hoffen, dass der Antrag bis zum Ende des Jahres angenommen wird – pünktlich zum nächsten Doppelhaushalt“, so Michael Schmelich, Stadtrat bei den Grünen. Der Antrag würde die Bürokratie sowohl in den Verein als auch die der Stadt entschlacken, wodurch wichtige Ressourcen frei würden. Bis dahin müssen alle freien Träger in diesem Jahr noch die Anträge für die 12-monatige Förderung stellen.

„Es ist absurd: Wir hatten in den vergangenen beiden Jahren unzählige 20- und 25-jährige Jubiläen bei den freien Trägern. Aber trotz der bewährten Arbeit müssen sie ihre Projekte jedes Jahr aufs Neue rechtfertigen und um die Finanzierung betteln“, kommentiert Linken-Stadträtin Pia Barkow die bisherige Situation. Im September müsse die Vereinsarbeit ruhen, um Anträge und Formulare fertigzustellen. Für Pia Barkow ist klar: „Wir müssen die Sitte der kurzen Förderzeiträume abschaffen und längere Planungszeiträume ermöglichen.“

„Bisher hatten die Mitarbeiter in der freien Trägerschaft meist nur einjährige Arbeitsverträge“, erklärt SPD-Stadtrat Vincent Drews dazu. „Manche Angestellten müssen sich im September und Oktober arbeitslos melden, bis die neue Finanzierung bewilligt ist.“

Diese prekären Anstellungsverhältnisse, zumal im Auftrag der Kommune, seien nicht akzeptabel. Die neue Regelung werde längere Arbeitsverträge ermöglichen.

Von Paul Felix Michaelis

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