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Stadtpolitik Dresdner Stadtrat legt Globus und Marina Garden auf Eis
Dresden Stadtpolitik Dresdner Stadtrat legt Globus und Marina Garden auf Eis
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23:36 09.09.2015
So sollte das Areal des Alten Leipziger Bahnhofs in Dresden aussehen - der Stadtrat hat sich nun gegen die Pläne entschieden. Quelle: Kretschmar Dr. Borchers

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit (RGR) hat mit dem Gebiet anderes vor. Flutschutz, Parklandschaft, Flächen für die Kreativwirtschaft und Wohnungen in einem deutlich kleineren Umfang heißen die Planungsziele. Auf der nächsten Sitzung des Stadtrates soll eine Veränderungssperre beschlossen werden, die sämtliche Aktivitäten in dem Gebiet auf Eis legen würde. Die Stadt könnte in Ruhe einen Bebauungsplan ausarbeiten.

Auf Eis gelegt wurden von RGR auch die Pläne des Handelsunternehmens Globus, einen Großmarkt auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs an der Leipziger Straße zu erreichten. Großflächiger Einzelhandel ist dort nach dem Willen der Stadtratsmehrheit nicht erwünscht. "Globus wird an dieser Stelle nicht stattfinden", erklärte-Grünen Fraktionsvorsitzender Thomas Löser in der Debatte zum Masterplan "Leipziger Vorstadt". Der Konzern könne aber an anderer Stelle in Dresden einen Großmarkt planen, wenn es dort ins Zentrenkonzept passe. Der Masterplan wurde mit 34 gegen 26 Stimmen bei einer Enthaltung verabschiedet. Die Stadtverwaltung soll bis September einen Bebauungsplan für das Wohnungsbauvorhaben "Hafencity" der Firma USD vorlegen, das im Nachbargelände von Töberichs Vorhaben geplant ist. Dort kann sich RGR Wohngebäude hinter einer Flutschutzlinie vorstellen.

Die CDU folgte beiden Beschlüssen nicht. "RGR legt Investoren Steine in den Weg, wo es nur geht", erklärte Gunter Thiele, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Tilo Wirtz, baupolitischer Sprecher der Linken, entgegnete: "Wer sind denn Investoren? Das sind doch die Menschen, die im Überflutungsgebiet der Elbe eine Wohnung kaufen und nicht die, die dort schnell etwas bauen und sich dann vom Acker machen." Er habe 2002 gesehen, wie Familien alles verloren hätten, weil sie im Flutgebiet gebaut hätten. Das dürfe nicht noch einmal passieren, so Wirtz.

Thomas Baumann-Hartwig

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