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Stadtpolitik Dresdner Politiker und Initiativenvertreter lassen Luftballons für Roma steigen
Dresden Stadtpolitik Dresdner Politiker und Initiativenvertreter lassen Luftballons für Roma steigen
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19:24 09.09.2015
Mit bunten Luftballons wiesen Dresdner Initiativenvertreter auf die Diskrimierung der Roma hin. Quelle: Tanja Tröger
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Auf dem Altmarkt ließen Vertreter der Dresdner Grünen, des Ausländerbeirates und des Netzwerkes Asyl, Migration, Flucht sowie die frühere Ausländerbeauftragte Marita Schieferdecker-Adolph die bunten Luftballons in den Himmel aufsteigen. Die Ballons waren hauptsächlich in den Farben der Roma-Fahne – blau, grün und rot – gehalten.

„Wir wollen den Tag nutzen, um auf die anhaltende Diskriminierung der Roma aufmerksam zu machen“, sagte Grünen-Stadträtin Elke Zimmermann. „Sachsen ist nicht gerade rühmlich. Das Land konnte sich nicht mal zu einem Winter-Abschiebestopp durchringen.“ Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern habe Sachsen trotz drohender Kälte auf dem Westbalkan Flüchtlinge dorthin ausgeflogen. Allein im Januar seien 78 Roma nach Serbien und Mazedonien geschickt worden. „Das Peinlichste für mich ist, dass ein Antrag auf einen Winter-Abschiebestopp, der im Februar im Landtag gestellt wurde, verschoben wurde“, so Zimmermann. In der Zwischenzeit wurden weiterhin Asylsuchende in ihre Herkunftsländer zurückgebracht. „Jetzt leben kaum noch Roma in Dresden. In der Florian-Geyer-Straße wohnt wohl noch eine Familie.“

Dass ausgerechnet die Grünen Plastikballons in den Himmel schickten, „ist eigentlich ein Frevel“, so Zimmermann – „aber einer für einen guten Zweck“. Die Dresdner Grünen hätten intensiv darüber diskutiert, letztlich aber beschlossen, sich an der bundesweiten Aktion zu beteiligen. Auch in Leipzig und Chemnitz ließen Politiker am Montagmittag farbige Ballons fliegen.

Der Internationale Tag der Roma wird seit 1971 am 8. April begangen. An diesem Tag kamen erstmals Roma aus aller Welt zusammen. Sie entwickelten eine Flagge, die auf einem grün-blauen Hintergrund ein rotes Speichenrad zeigt. Grün symbolisiert dabei die Erde, blau den Himmel. Außerdem gaben sich die Gesandten des First World Romani Congress den Namen Roma, um der Diskriminierung durch den Begriff „Zigeuner“ entgegenzuwirken.

ttr

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