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Stadtpolitik Dresdner Linke sagen Stromsperren den Kampf an
Dresden Stadtpolitik Dresdner Linke sagen Stromsperren den Kampf an
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18:20 09.09.2015
Von Stefanie Kaune

Die Folge sind Stromsperren. Laut der Stadtratsfraktion die Linke waren im vergangenem Jahr rund 3000 Haushalte von einer Sperrung betroffen. Aus diesem Grund hat die Partei nach einer Lösung gesucht, die betroffene Menschen schützen soll. Diese lautet: Prepaid-Zähler.

Das Gerät funktioniert grundsätzlich wie eine Prepaid-Karte beim Handy, nur dass es einen aufladbaren Schlüssel gibt. "Der Zähler zeigt auf einem Display an, wie viel Guthaben der Verbraucher noch hat", erklärt Thomas Wunsch von den Stadtwerken Riesa. In der Elbstadt werden bereits seit einem Jahr über 20 Prepaid-Zähler eingesetzt. Der Vorteil: Die Verbraucher können sich nicht mehr verschulden, müssen ihr Guthaben selbst aufladen und bekommen ein Gefühl für den täglichen Stromverbrauch - nutzen sogar weniger Energie als vorher. "Damit kann sowohl eine positive soziale als auch ökologische Bilanz gezogen werden", erläutert Kipping.

Sollte übrigens das Guthaben des Zählers einmal aufgebraucht sein, so besteht immer noch die Möglichkeit mit dem Anbieter ein Kredit-Limit zu vereinbaren. Ist dieses ausgeschöpft, wird der Zähler aber abgeschaltet. "Allerdings werden in so einem Fall keine Mahnungen verschickt", betont Thomas Wunsch - und gerade die sind für den Verbraucher teuer. Ob die Zähler künftig in den Dresdner Haushalten zum Einsatz kommen, liegt nun in den Händen der Drewag. "Wir haben den Vorschlag im vergangenen Jahr Herrn Zieschank unterbreitet", so Schollbach. Einen Antrag im Stadtrat will die Partei nicht stellen, die Idee werde sowieso nur "totgequasselt".

Über die angeblich neue Idee der Linken zum Einsatz der Prepaid-Zähler kann die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen nur lächeln. "Wenn sich die Linke grüne Ideen zu eigen macht, können wir das nur begrüßen", erklärt Kreisvorsitzender Michael Schmelich. Grund: Die Partei beschäftigte sich bereits seit Februar mit dem Einsatz der Geräte. Auch im Bundes-Wahlprogramm sind sie vertreten. "Im Wahlprogramm der Linken wird man diese Thema vergeblich suchen", betont Schmelich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2013

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