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Stadtpolitik Dresdner Kita-Eigenbetrieb überarbeitet irreführende Formulierungen im Internet
Dresden Stadtpolitik Dresdner Kita-Eigenbetrieb überarbeitet irreführende Formulierungen im Internet
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18:21 09.09.2015
Sabine Bibas Quelle: Archiv

Diesen konnte die freiberufliche Dramaturgin aber nicht liefern (DNN berichteten). Sabine Bibas, Chefin des Kita-Eigenbetriebs, betonte ausdrücklich, dass der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz (ab 1. Lebensjahr) für alle gilt. Wer sein Kind für einen Platz anmeldet, braucht nicht mehr den Nachweis der Erwerbstätigkeit bringen.

Im Falle der Freiberuflerin müsse im Gespräch mit der Eigenbetriebsmitarbeiterin etwas falsch verstanden worden sein, vermutete die Kita-Chefin. Die betroffene Mutter, Christin Bahnert, zeigte sich spürbar erleichtert, als sie von den DNN erfuhr, dass sie für die Kita-Anmeldung keinen Erwerbtätigkeitsnachweis benötigt. Sabine Bibas gab zu, dass auf der städtischen Internetseite die Formulierungen zum Anmeldeverfahren zu Irritationen bei den Eltern führen könnten. Diese sind seit dem geltenden Rechtsanspruch (Stichtag 1. August) noch nicht aktualisiert worden, "Wir waren nicht ganz up to date", räumt Bibas ein und verweist auf das hohe Arbeitspensum, das die Mitarbeiter des Eigenbetriebs derzeit bewältigen müssen.

Eltern, die sich in einem klassischen Arbeitsverhältnis befinden, sollten aber weiterhin bei Anmeldeverfahren ihren Nachweis auf Erwerbstätigkeit abgeben. So könnten Plätze bedarfsgerechter vermittelt werden, sagt Bibas. Ihr Beispiel: Bewerben sich eine Hausfrau und eine berufstätige Alleinerziehende auf denselben Platz in Wohnortnähe, würde man diesen der Alleinerziehenden geben und der Nichtberufstätigen eine etwas weiter entfernte Kita vermitteln.

Dass einige Eltern nicht zum 1. August, sondern einige Wochen später einen Betreuungsplatz erhalten haben, ist nach Erklärungen von Bibas kein Problem des Platzmangels. So gab es unter anderem bei einer Kita Bauverzug. "Formell können wir trotzdem Plätze anbieten, aber dann am anderen Ende der Stadt", so Bibas. Die Eltern hätten also die Alternative, ihre Kinder vier Wochen in eine andere Kita oder in die Tagespflege zu geben. Das ist allerdings aus Sicht der Eltern schon wegen der Eingewöhnung nicht praktikabel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.08.2013

Arndt, Madeleine

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