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Stadtpolitik Dresdner Katastrophenschützer bereiten sich auf Stromausfälle vor
Dresden Stadtpolitik Dresdner Katastrophenschützer bereiten sich auf Stromausfälle vor
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10:28 25.07.2017
Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU)   Quelle: Anja Schneider
DResden

Die Dresdner Katastrophenschützer bereiten sich intensiv auf einen großflächigen Stromausfall vor. Das erklärte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) im DNN-Interview. Die Anfälligkeit der Netze sei seit der Energiewende größer geworden. „Da kommen große Herausforderungen auf uns zu.“ Die Abhängigkeit von Strom sei gewachsen, etwa im medizinischen Bereich. Lebenserhaltende medizinische Versorgung würde außerdem längst nicht mehr nur im Krankenhaus stattfinden. Ein Stromausfall verändere auch die Kommunikationssysteme. „Daran müssen wir arbeiten und die Bürger mitnehmen.

Ein weiteres Szenario für die Katastrophenschützer seien größere Unwetterlagen. „Da geht es um die Folgen des Klimawandels“, so Sittel. Beim Schutz vor terroristischen Anschlägen seien dagegen die staatlichen Behörden in der Pflicht. Die Stadt müsse aber Schlussfolgerungen für konkrete Veranstaltungen wie im vergangenen Jahr für den Striezelmarkt treffen, als nach dem Attentat von Berlin an den Zufahrten sogenannte „Nizza-Sperren“ aufgebaut wurden. Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst müssten so aufgestellt werden, dass auch Ereignisse bewältigt werden könnten, die über das Tagesgeschäft hinausgingen.

Das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz ist Sittel zufolge mit den wachsenden Aufgaben personell aufgestockt worden. Dresden habe regelmäßig in Gebäude und Technik investiert. Bei den Standorten der Feuerwehr seien gegenwärtig keine Veränderungen geplant.

Beim Rettungsdienst benötige die Stadt dagegen regelmäßig neue Standorte, weil zum einen die Bevölkerung wachse und zum anderen wegen der demografischen Entwicklung die Nachfrage nach notfallmedizinischen Leistungen steige. „Wir aktualisieren unsere Planungen für den Rettungsdienst deshalb jährlich.“

Nach der Sommerpause wird sich der Stadtrat mit dem Thema bettelnde Kinder befassen. In der Neufassung der Polizeiverordnung sei eine Regel eingearbeitet, die das Betteln mit Kindern und durch Kinder verbiete. Im Vorfeld habe es eine intensive Abstimmung zwischen Jugendamt und Ordnungsamt gegeben, so Sittel. Bei bettelnden Kindern gehe es nicht nur um die Beseitigung einer Störung, sondern auch um das Kindeswohl. Bettelnde Kinder stünden bei den Beschwerden der Dresdnerinnen und Dresdner neben Straßenmusik und ruhestörendem Lärm mit ganz oben auf der Liste, erklärte der Ordnungsbürgermeister. Anwohner würden sich aber auch regelmäßig über falsch parkende Autos beschweren.

Das komplette Interview mit Detlef Sittel lesen Sie hier!

Von Thomas Baumann-Hartwig

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