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Stadtpolitik Dresdner CDU reagiert mit offenem Brief auf die Initiative Marwa-El-Sherbini
Dresden Stadtpolitik Dresdner CDU reagiert mit offenem Brief auf die Initiative Marwa-El-Sherbini
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22:48 09.09.2015

Der Fraktionsvorsitzende Georg Böhme-Korn erläutert darin, warum die CDU die Benennung einer Dresdner Straße nach der ermordeten Ägypterin nicht für ein geeignetes Symbol für Gedenken und Mahnung hält.

Mehrere Punkte „die absolut nichts mit der Ablehnung eines öffentlichen Zeichens des Bedauerns, der Anteilnahme und der Weltoffenheit in Zusammenhang mit diesem schrecklichen Mord zu tun haben" würden gegen eine Umbenennung sprechen. Auf derselben Straße war kein halbes Jahr nach dem Mord an El-Sherbini eine 18-jährige Dresdner Gymnasiastin umgebracht worden. Zudem hätte es eine Anfrage gegeben, doch eine wichtigere Straße umzubenennen, um der Bedeutung gerecht zu werden. „So muss man in der Öffentlichkeit schließlich auch die Bedeutung des Mordes mit der Bedeutung der Straße in Einklang bringen", heißt es in dem Brief.

Zudem sollte laut einem Stadtratsbeschluss von 1990 für Persönlichkeiten der Politik und des öffentlichen Lebens möglichst eine Zehn-Jahres-Frist zwischen Ableben und Straßenbenennung eingehalten werden. Das Gedenken an Marwa-El-Sherbini soll nach dem Willen der CDU auf andere Weise aufrechterhalten werden. Man befinde sich aktuell in der Diskussion. Der vollständige Wortlaut ist im Internet nachzulesen.

Ein Antrag zur Umbenennung der Grünen, SPD und Linken war Ende Januar im Stadtrat am Widerstand von CDU, FDP und der Bürgerfraktion gescheitert - offenbar auch aufgrund Unklarheiten innerhalb der Fraktionen und über den Antragsinhalts. In Reaktion darauf hatten zwölf Forscher der TU Dresden und der Max-Planck-Gesellschaft gemeinsam mit Notaren und Rechtanwälten eine Initiative gebildet und einen offenen Brief an die Stadtspitze und die Fraktionen verfasst.

fs

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