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Stadtpolitik Dresdner AfD stellt Vogel als Oberbürgermeister-Kandidaten auf
Dresden Stadtpolitik Dresdner AfD stellt Vogel als Oberbürgermeister-Kandidaten auf
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23:45 09.09.2015
Stefan Vogel, Stadtrat Alternative für Deutschland AfD Quelle: PR

Der 57-jährige Finanzmakler Vogel ist seit Anfang Februar Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion. „Wir haben Argumente, die schwer zu schlagen sind", kündigte er selbstbewusst an. Das Wahlprogramm sei zwar in seinen Grundzügen schon fertig, noch fehle aber der Feinschliff. „Wir werden es in den nächsten Wochen vorstellen."

Laut Jürgen Schulz, dem AfD-Kreisvorsitzenden, gibt es unter den drei bereits feststehenden Bewerbern für die OB-Wahl keinen, den die noch junge Partei vorbehaltlos unterstützen könne. Dirk Hilbert (FDP/unabhängiger Bewerber) habe als Wirtschaftsbürgermeister wenig innovative Akzente gesetzt. Markus Ulbig (CDU) sei von seiner Partei zur Kandidatur gedrängt worden und strahle keine innere Überzeugung aus, es wirklich machen zu wollen. Eva-Maria Stange (SPD/unabhängige Bewerberin) sei nicht unabhängig, sondern hänge am Tropf einer linken Stadtratsmehrheit.

„Wir mussten uns für einen eigenen Kandidaten entscheiden", so Schulz. Von 42 anwesenden AfD-Mitgliedern hätten 39 für Vogel votiert, das sind rund 93 Prozent. „Stefan Vogel ist ein Dresdner mit Herz und Verstand. Mit ihm wird es ein Miteinander in Dresden geben", erklärte Schulz.

Er werde ein gutes Ergebnis erzielen, zeigte sich Vogel überzeugt, ohne einen konkreten Wert zu nennen. Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 hatte die AfD sieben Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten und war mit fünf Sitzen in den Stadtrat eingezogen. Überlegungen, einen anderen Kandidaten in einem möglichen zweiten Wahlgang zu unterstützen, gibt es laut Vogel nicht. „Wir freuen uns erst mal auf viele Stimmen im ersten Wahlgang. Dann werden wir weitersehen."

Mit Vogel stehen vier Kandidaten für die OB-Wahl fest. Das islam- und asylkritische Bündnis Pegida hat Anfang der Woche einen eigenen OB-Kandidaten angekündigt, daneben denkt auch das Bündnis Freie Bürger über die Nominierung eines Bewerbers nach. Auch die Spaßmachertruppe „Die Partei" will einen OB-Kandidaten ins Rennen schicken, so dass die Dresdner wohl aus mindestens sieben Vorschlägen auswählen können. Während 2008 das linke Lager gespalten war, mit eigenen Kandidaten zur OB-Wahl antrat und prompt gegen CDU-Bewerberin Helma Orosz verlor, steht diesmal ein zersplittertes bürgerliches Lager einer linken Einheitskandidatin gegenüber.

Thomas Baumann-Hartwig

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