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Stadtpolitik Dresdens SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames zu den Vorwürfen gegen Sven Mania
Dresden Stadtpolitik Dresdens SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames zu den Vorwürfen gegen Sven Mania
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17:53 09.09.2015
Peter Lames Quelle: PR

Rund 2000 Euro zu wenig sollen die Mitarbeiter für die Nutzung der städtischen Sporthalle gezahlt haben. Im DNN-Interview erklärt SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzender Peter Lames, warum er die umgehende Beurlaubung des Sportstättenchefs fordert.

Frage: Wie bewerten Sie die von ihrem Parteifreund und Rechtsanwalt Michael Sturm erstattete Strafanzeige gegen Sven Mania?

Peter Lames: Was mich am meisten umtreibt, ist der Satz: "Wenn man das Recht biegt, ist es am Ende keines mehr". Auch wenn 2000 Euro keine riesige Schadenssumme sind, ist mir die Dimension bitterernst: Da setzt sich der Leiter eines Eigenbetriebes im Interesse weniger Mitarbeiter über geltendes Recht hinweg.

Aber hat der Betriebsleiter nicht einen Ermessensspielraum gehabt? So eine Art Mitarbeiterrabatt?

Genau die Leute, die auf der anderen Seite rigoros darauf achten, dass die Regelungen der Sportförderrichtlinie eingehalten werden, setzen sich darüber hinweg, wenn es sie selbst betrifft. Ich habe nichts dagegen, wenn Rathausmitarbeiter Sport treiben. Aber bitte zu dem Preis, den alle zahlen müssen. Es ist nicht zu fassen, wenn die eigenen Regeln für die eigenen Leute nicht gelten sollen.

Reichen die Vorwürfe für eine Beurlaubung?

Gerade bei den anderen Vorwürfen gegen Herrn Mania, die seinen Umgang mit dem Personal betreffen, wäre es an der Zeit, ihm den Zutritt zum Eigenbetrieb konsequent zu unterbinden. Er darf auf die Untersuchungen, die jetzt laufen, keinen unbefugten Einfluss nehmen. Es gibt jedoch deutliche Anzeichen dafür, dass er nach wie vor in seiner Dienststelle tun und lassen kann, was er für richtig hält.

Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) ist Manias Dienstherr. Was erwarten Sie von ihm?

Dass er endlich Ordnung in den Laden bringt und die Vorwürfe aufklärt. Er muss uns zeigen, dass er dafür den festen Willen aufbringt.

Ausgerechnet jetzt, wo die Bäder GmbH geschäftsfähig werden soll, ist der Leiter des früheren Sportstätten- und Bäderbetriebes schwer angeschlagen und offiziell wegen seines Studiums für drei Monate nicht im Amt. Halten Sie den Zustand für haltbar?

Das eine hat aus meiner Sicht mit dem anderen nichts zu tun. Die Gründung der Bäder GmbH war von der Verwaltung mangelhaft vorbereitet. Es wurde schon jahrelang darüber gesprochen, aber die Stadt hat die steuerrechtlichen Fragen nicht hinreichend geklärt. Der Beschluss zur Gründung der GmbH war unausgegoren. Aber wir stünden noch schlechter da, wenn wir ihn nicht getroffen hätten. Denn dann hätte der Stadthaushalt die Bäder auf jeden Fall zu tragen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.05.2013

Interview: Thomas Baumann-Hartw

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