Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Dresdens Linke: Erst Flutschutz, dann bauen
Dresden Stadtpolitik Dresdens Linke: Erst Flutschutz, dann bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:11 09.09.2015

Da ist sie sich ausnahmsweise mal mit der Linken-Stadtratsfraktion einig. Diese hat jetzt einen Antrag eingebracht, der Hochwasserschutz für Bauvorhaben in Flutgebieten fordert. Danach soll die Stadt mit der Landestalsperrenverwaltung Konzepte für einen Schutz vor 100-jährigen Hochwasser-Ereignissen für alle potenziellen Baugebiete erstellen.

"Neue Bebauungspläne in Überschwemmungsgebieten sind als Ausnahmen möglich. Davon darf nur Gebrauch gemacht werden, wenn für Hochwasserschutz gesorgt ist", erklärte gestern Linken-Stadträtin Kris Kaufmann. Gleichzeitig fordert die Fraktion eine transparente Planung mit Beteiligung der Bürger. "Dann kann es nicht passieren, dass mit dem Finger auf einzelne Bürger gezeigt wird, die mit Klagen angeblich einen Hochwasserschutz verhindert haben."

Von besonderer Bedeutung ist für die Linken das Projekt "Hafencity" an der Leipziger Straße, wo direkt in Flussnähe Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. "Nichts gegen weiße Wannen und überflutbare Tiefgaragen - das ist aber kein vorbeugender Flutschutz", so Kaufmann. Wenn das Projekt politisch gewollt sei, müsse über Hochwasserprävention diskutiert werden. Es gehe darum, das "renditeorientierte Vorhaben" zu verschlanken und bauliche Dichte zurückzunehmen. Empört zeigte sich Kaufmann davon, dass die Verwaltung das Bebauungsplanverfahren zur "Hafencity" mit der öffentlichen Auslegung der Pläne eingeleitet habe, ohne dass der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen habe. Stadtsprecher Karl Schuricht erklärte auf DNN-Anfrage: "Eine Auslage ohne Aufstellungsbeschluss ist nicht unüblich."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2013

Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Hundertprozentig steht die Jobgarantie noch nicht. Denn erst muss der Personalüberleitungsvertrag für die neue Dresdner Bäder GmbH noch vom Finanzausschuss und vom Stadtrat abgesegnet werden.

09.09.2015

Die Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in den Kindertagesstätten können nicht wie in den vergangenen Jahren automatisch zum 1. September erhöht werden.

09.09.2015

Da ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden wegen Untreue gegen Sven Mania, Leiter des Sportstättenbetriebes (SSB) der Landeshauptstadt Dresden.

09.09.2015