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Stadtpolitik Dresdens Bäderchef Sven Mania bleibt Praktikant - Stadträte kritisieren schleppendes Verfahren
Dresden Stadtpolitik Dresdens Bäderchef Sven Mania bleibt Praktikant - Stadträte kritisieren schleppendes Verfahren
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18:32 09.09.2015
Sven Mania, Leiter des städtischen Eigenbetriebes Sportstätten (Archivbild). Quelle: Christian Juppe
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Doch der wegen Mobbings und vermuteter Untreue in Verruf gekommene SBB-Chef bleibt in der Versenkung. „Herr Mania befindet sich noch im Praktikum", teilte Stadtsprecher Karl Schuricht auf DNN-Anfrage knapp mit. In internen Kreisen heißt es, sein Praktikum wurde auf fünf Monate verlängert.

„Dieser Mann ist für keine Führungsposition geeignet", wettert FDP-Stadträtin Barbara Lässig. Für sie ist nicht nachvollziehbar, dass ein Mann, der sich wegen Belästigung von Mitarbeitern in einem Disziplinarverfahren befindet, weiterhin ein Studium für den höheren Dienst macht. Zum Disziplinarverfahren äußert sich die Stadt derweil nicht. Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, wird man laut Schuricht mit Ergebnissen an die Öffentlichkeit treten. Doch die Untersuchungen dauern Barbara Lässig und SPD-Stadtrat Thomas Blümel, beide Mitglied im Sportausschuss, zu lang.

Dass der Sportstätten- und Bäderbetrieb durch die jüngsten Eskapaden vor sich hin dümpelte, sei ein klares Versagen des zuständigen Bürgermeisters Winfried Lehmann, so Blümel. Hier müsse die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) Konsequenzen ziehen. „Sie ist die Chefin der Verwaltung, wenn sie feststellt, dass ein Bürgermeister über Jahre Fehlleistungen produziert, muss sie handeln und ihm gegebenenfalls den Geschäftsbereich entziehen", fordert der SPD-Stadtrat. Wie das Verfahren in puncto Manias auch ende, auf keinen Fall dürfe er in den städtischen Sportbetrieb zurückkehren. „Wir fordern eine Neuausschreibung des Sportstättenchefs", betont Barbara Lässig. Nach bisheriger Sachlage übernimmt Mania nach dem Ende seines Praktikums wieder seine alte Funktion als Amtsleiter des kommunalen Sportstättenbetriebs.

Unterdessen gibt es Bewegung bei der kürzlich ausgegründeten Bäder GmbH. Hier kursiert jetzt eine Vorlage für den künftigen Chef. Die Stadt hätte gern den 51-jährigen Matthias Waurick, Geschäftsführer der Körse-Therme in Kirschau in der Lausitz, auf dem Posten. Thomas Blümel (SPD) kann diese Entscheidung nur begrüßen: „Offensichtlich hat man da einen sehr guten Fachmann ausgesucht." Und den brauche das umstrukturierte Bäder-Unternehmen unbedingt. Unter der Regie des Eigenbetriebs seien bei den Bädern viele Fehlentscheidungen getroffen worden, so der SPD-Stadtrat.

Madeleine Arndt

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