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Stadtpolitik Dresden will nach Protesten gegen Asylpolitik Aufklärung verbessern: Bürgertelefon soll geschaltet werden
Dresden Stadtpolitik Dresden will nach Protesten gegen Asylpolitik Aufklärung verbessern: Bürgertelefon soll geschaltet werden
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17:16 09.09.2015
Helma Orosz tritt Ende Februar 2015 zurück Quelle: dpa
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Für denselben Tag hatte der Stadtrat eine Entscheidung zu Standorten für neue Asylbewerber-Unterkünfte angesetzt.

Orosz nutzte das zu grundsätzlichen Worten und ging auch auf die Proteste der Gruppierung Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) ein. Sie habe Briefe und Mails erhalten, in denen sich Teilnehmer an den Demonstrationen zu Unrecht in die rechte Ecke gestellt sähen. „Ich und viele andere Politiker haben immer sehr genau darauf geachtet, dies nicht zu tun“, sagte Orosz in einem von der Stadt verbreiteten Redemanuskript.

„Wer aber behauptet, dass 90 Prozent aller Asylbewerber Sozialschmarotzer sind; wer behauptet, dass alle jungen Tunesier, die zu uns kommen, kriminell sind, und wer behauptet, dass unsere älteren Mitbürger nichts zu essen haben, während die Flüchtlinge in Saus und Braus leben; wer dies behauptet, wird sich auch künftig von mir anhören müssen, dass er die Ängste und Sorgen der Menschen bewusst für sein menschverachtendes Weltbild instrumentalisiert.“ Orosz lud auch die Pegida-Demonstranten dazu ein, sich an einem Dialog zu beteiligen.

Die befürchteten Proteste der Asylgegner vor dem Kulturrathaus blieben aus. Weder Polizei noch die Verwaltung konnten eine Anmeldung einer Demonstration bestätigen. Auch auf der Besuchertribüne und im Nebenraum, in den die Stadtratssitzung übertragen wurde, kam es zu Tumulten oder Auseinandersetzungen. "Wir sind aus Niedersedlitz gekommen und die Debatte zu hören, allerdings wollen wir nur informiert werden und haben keine Vorurteile", so eine Bürgerin. Trotz der hitzigen Debatte der Stadträte blieb es unter den Besuchenr ruhig. "Jeder darf doch seine Meinung äußern, ich muss die Asylbewerber nicht vor meiner Tür haben, aber ich würde auch nicht dagegen demonstrieren", so ein Senior aus Leuben.

DNN/dpa

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