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Stadtpolitik Dresden soll mehr Kultur- und Nachbarschaftszentren erhalten
Dresden Stadtpolitik Dresden soll mehr Kultur- und Nachbarschaftszentren erhalten
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17:17 12.06.2018
Bald soll es in Dresden mehr Kulturzentren wie das Stadtteilhaus Neustadt (rechts) geben. Quelle: Carola Fritzsche
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Dresden

Die rot-rot-grüne Koalition im Stadtrat möchte rund 12 neue Kultur- und Nachbarschaftszentren in Dresden einrichten. Dafür soll nun ein konkretes Konzept erarbeitet werden.

Christiane Filius-Jehne von den Grünen berichtet, dass sich viele Bürger mehr Kulturmöglichkeiten in ihren Stadtteilen wünschen: Orte, an denen sich Vereine treffen, die für Ausstellungen oder zum Karten spielen genutzt werden können. Im Zentrum ballen sich viele Möglichkeiten: Philharmonie, Staatsschauspiel, Oper, Kinos, Konzertplätze, uvm. Wenig Möglichkeiten gibt es hingegen in den einzelnen Stadtteilen. Linke-Politikerin Anja Apelt betont dabei, dass „kulturelle Angebote nicht nur für größere Bereiche und Viertel existieren sollten, sondern auch für kleinere.“

Dabei soll das Konzept offen gehalten werden und sich jede Einrichtung nach den Bürgern richten. Für die konkrete Ausgestaltung hinsichtlich Personal und Räumlichkeiten gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ob das Personal mitwirkt oder nur als Aufsicht fungiert, ist dabei völlig offen. Dabei wird auch vorgesehen, dass die Räume dem Heinrich Schütz Konservatorium Dresden oder der Volkshochschule zur Verfügung gestellt werden, damit deren Bildungsangebote auch in den einzelnen Stadtteilen wahrgenommen werden können. Für die Kulturzentren müssten nicht zwangsläufig neue Gebäude errichtet werden, es sei denkbar, Räumlichkeiten anzumieten.

Eine Einrichtung soll die Stadt Dresden zwischen 100.000 – 200.000 Euro im Jahr kosten, Räume und Personal inbegriffen. Dabei ist nicht für jeden Stadtteil eine Einrichtung vorgesehen. Einige vergleichbare Einrichtungen gibt es auch schon: Kulturzentrum Scheune e.V., Stadtteilhaus Äußere Neustadt, Johannstädter Kulturtreff, Bürgerzentrum Hellerau, Alte Feuerwache Loschwitz, usw. Zur konkreten Zahl meint Wilm Heinrich von der SPD: „Ein Dutzend wäre realistisch.“ Und fügte hinzu: „Zwei bis drei Zentren für kommendes Jahr wären schön.“

Die Umsetzung wird keine Aufgabe von ein bis zwei Jahren sein, sondern eher eine gesamte Legislaturperiode andauern, so Heinrich. Zunächst muss der Antrag vom Ausschuss für Kultur und Tourismus und den einzelnen Ortsbeiräten Zustimmung finden, damit er beschlossen werden kann.

Von Aaron Wieland

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