Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Dresden gibt 477 Millionen Euro aus
Dresden Stadtpolitik Dresden gibt 477 Millionen Euro aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:23 29.03.2017
Will aufs Geld schauen: Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD). Quelle: Archiv
Anzeige
Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden wird in diesem Jahr mehr als 250 Millionen Euro und im nächsten Jahr mehr als 300 Millionen Euro investieren. Diese Zahlen nannte Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) auf der Vergabekonferenz vor rund 100 Unternehmern und Geschäftsführern aus Dresden. Der Löwenanteil fließe mit 118 Millionen Euro in diesem Jahr und 126,5 Millionen Euro 2018 in den Schulhausbau. Die Kehrseite der hohen Investitionsmittel: Allein im Schulhausbau konnten 2015 rund 93 Millionen Euro geplante Mittel nicht verbaut werden.

„Wir schaffen es nicht, die Gelder periodengenau zum Abfluss zu bringen“, so der Finanzbürgermeister. Dresden stehe vor der schwierigen Aufgabe, mit den Steuereinnahmen von heute und den Zuweisungen des Freistaats von heute die Infrastruktur von morgen zu schaffen. Das gelinge nur, wenn mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sorgsam umgegangen werde. Der Anteil der Personalkosten am Haushalt habe im Jahr 2000 noch 39,7 Prozent betragen. Jetzt seien es nur noch 26 Prozent. Er weder lieber von denjenigen gelobt, die eine neue Schule besuchen könnten als von denjenigen, die mit schlecht durchdachten Steuersenkungen oder konsumtiven Projekten in die falsche Richtung steuern würden, erklärte Lames.

Laut Eberhard Sieß, Abteilungsleiter im Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung, mache sich der gegenwärtige Bauboom deutlich bei städtischen Vorhaben bemerkbar. Teilweise erhalte die Stadt auf Ausschreibungen nur noch ein Gebot oder sogar gar keines, weil die Baufirmen mit anderen Aufträgen beschäftigt seien. „Dann müssen wir neu ausschreiben.“

Die Landeshauptstadt wird zusätzlich zu den Investitionen weitere Aufträge vergeben, das Gesamtvolumen der städtischen Vorhaben liegt laut Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, bei 477 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen will in diesem Jahr im Dresdner Stadtgebiet Aufträge in Höhe von 208 Millionen Euro vergeben.

Die Vergabekonferenz wird vom Amt für Wirtschaftsförderung gemeinsam mit den Kammern, dem Kommunalforum für Wirtschaft und Arbeit Dresden und der Auftragsberatungsstelle Sachsen organisiert. Sie fand bereits zum 14. Mal statt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Stadtpolitik Merkel-Gegner gründen einen Dachverband - Dresdner CDU-Konservative mischen an vorderster Front mit

Sie sind unzufrieden mit der CDU, wollen aber die Partei nicht verlassen, sondern reformieren: Die Mitglieder der Dresdner Initiative „CDU-Kurswechsel“ haben mit Gleichgesinnten aus ganz Deutschland einen Dachverband gegründet und sind im Vorstand vertreten.

27.03.2017

„Wir sind erleichtert“, sagte René Kindermann am Donnerstag kurz nach 20 Uhr. Der Fernsehmoderator will gemeinsam mit seinem Kollegen Torsten Püschel 2018 einen Ski-Weltcup am Elbufer in Dresden veranstalten. 300.000 Euro soll die Stadt zur Finanzierung beitragen – das hat der Stadtrat nun beschlossen.

24.03.2017
Stadtpolitik SPD-Fraktionsvorsitzender kritisiert den Kooperationspartner - Avenarius: Brandbriefe untergraben Vertrauen

Christian Avenarius, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, hat den Stadtvorstand der Partei Die Linke für den Brandbrief an den SPD-Unterbezirk kritisiert. „Es geht um die Zusammenarbeit zwischen Fraktionen. Da ist es ein bemerkenswerter Vorgang, wenn man sich bei der Partei beschwert“, erklärte Avenarius.

23.03.2017
Anzeige