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Dresden bekommt neue Beratungsstelle für Eltern von Kita-Kindern

Kinderbetreuung Dresden bekommt neue Beratungsstelle für Eltern von Kita-Kindern

Eine Reihe von Beratungsmöglichkeiten für Eltern von Kindern im Vorschulalter gibt es schon in Dresden. Jetzt soll eine weitere Institution dazu kommen. Der Jugendhilfeausschuss hat jetzt beschlossen, was damit erreicht werden soll und wer.

In der Landeshauptstadt wird es bald eine Beratungsstelle für Mütter und Väter bei Problemen mit der Tagesbetreuung ihrer Kinder geben

Quelle: dpa

Dresden. Neues Angebot für Eltern von Kita-Kindern: In der Landeshauptstadt wird es bald eine Beratungsstelle für Mütter und Väter bei Problemen mit der Tagesbetreuung ihrer Kinder geben. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt hat dafür jetzt ein Konzept beschlossen und damit den Weg freigemacht für die Ausschreibung der Beratungsstelle. Sie soll einen Träger bekommen, der selbst nicht in der Kindertagesbetreuung aktiv ist.

„Für die Eltern in Dresden wird es eine wertvolle Ergänzung: sie werden sich dann an diese stelle wenden, wenn sie unsicher sind, ob in ihrer Kita alles richtig läuft“, freute sich Tilo Kießling, der für die Linkspartei im Jugendhilfeausschuss sitzt, dass damit ein Projekt der rot-grün-roten Stadtratskooperation zustande komme. „Oft kann man solche Fragen weder mit der Kita noch mit dem Amt besprechen“, fügte Kießling hinzu.

In der Stadt gibt es bereits verschiedene Unterstützungsangebot. Meist sind diese aber an die städtische Verwaltung sowie freie Träger geknüpft oder es handelt sich um Interessenvertretungen der Eltern. Der Stadtrat hatte sich daher entschlossen, ein zusätzliches Angebot zu schaffen. Eltern sollten „im Bedarfsfall unabhängige Beratungsleistungen in Anspruch nehmen“ können. Der Stadtrat beauftragte den Jugendhilfeausschuss, in Zusammenarbeit mit dem Stadtelternrat mit der Erarbeitung eines Konzepts.

Hohe Ansprüche an Betreuung

Ausgangspunkt dafür sind grundsätzliche Überlegungen für die Kinderbetreuung in Dresden. In der Stadt werde dafür neben gesetzlich geregelten Mitwirkungs- und Beteiligungsrechten von Eltern zusätzlich einen „hoher qualitativer Anspruch“ verfolgt, Eltern in Fragen und Anliegen der Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder zu unterstützen. Gemeinsam mit Kindertagespflegepersonen und Kindertageseinrichtungen soll „eine gelingende Erziehungspartnerschaft zum Wohle des Kindes“ gestaltet werden. Die vorhandenen Strukturen würden zwar „eine bewährte Grundlage für Elternberatung und -Information sowie Elternmitwirkung und -beteiligung“ bilden. Ganz reiche es aber dann doch nicht. Es gebe halt auch Fragen, die Eltern zunächst nicht mit dem Träger ihrer Kita besprechen wollen, heißt es dazu bei Ausschussmitgliedern.

Das Konzept beschreibt daher jetzt ein zusätzliches Angebot, dass „als unabhängiges und neutrales Beratungsangebot die bereits vorhandenen Angebote ergänzt“. Im Mittelpunkt der Arbeit der Beratungsstelle stehe „das Wohl des Kindes und dessen bestmögliche Bildung, Betreuung und Erziehung“. Die Beratungsstelle stehe allen Eltern mit Kindern in Kindertagesbetreuung, unabhängig von ihrer Herkunft, ihren kulturellen und religiösen Prägungen, ihren persönlichen Hintergründen und ihren jeweiligen Lebensbedingungen in der Landeshauptstadt Dresden offen. Dabei soll die Beratungsstelle vor allem eins erreichen: Eltern soll vor allem „Problemlöse-Kompetenz“ vermittelt werden. Mütter und Väter sollen so über Strukturen unf Arbeitsweise von Betreuungsangeboten, Eltern- und Kinderrechten, aber auch über Aufbau und Arbeit von Elternvertretungsgremien informiert werden, dass sie selbst in der Lage sind ihre Schwierigkeiten rund um die Kinderbetreuung zu lösen.

Beirat begleitet Arbeit

Dazu soll die Beratungsstelle unter anderem auch Info-Veranstaltungen zur Elternmitwirkung anbieten und die Elternmitwirkung in der Kindertagesbetreuung auch analysieren. Die Fachkräfte der Beratungsstelle sollen sich in ihrer Tätigkeit primär in einer „Lotsenfunktion“ sehen, Orientierung bieten, Transparenz schaffen und zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln. Ein Beirat soll die Weiterentwicklung des Konzepts durch die Beratungsstelle und deren Arbeit begleiten. Mit dem Beschluss des Konzeptes kann die Stadtverwaltung nun das sogenannte Interessenbekundungsverfahren für die Auswahl eines Betreibers starten. Carsten Schöne, der für den paritätischen Wohlfahrsverband im Jugendhilfeausschuss sitzt, geht davon aus, dass „das Kita-Amt der Stadt die Ausschreibung recht schnell auf den Weg bringen wird, so könnte man nach dem Jahreswechsel starten“.

Von Ingolf Pleil

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