Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Dienstwagenflotte der Sächsischen Staatsregierung schneidet schlecht ab – Kritik von den Grünen
Dresden Stadtpolitik Dienstwagenflotte der Sächsischen Staatsregierung schneidet schlecht ab – Kritik von den Grünen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:37 09.09.2015
Ein Dienstwagen. (Symbolbild) Quelle: dpa
Anzeige

Die Kosten für die Flotte, Personal- und Unterhaltungskosten beliefen sich auf über 20 Millionen Euro, wie die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen ((Drs. 6/280) ergab.  

Die Dienstwagenflotte der sächsischen Staatsregierung schnitt jetzt im Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit im Bundesvergleich schlecht ab. Zusammen mit Hessen belegt sie in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe nur den vorletzten 14. Platz, was eine Gelbe Karte einbrachte. Klimaschädlicher sind mit noch mehr CO2-Ausstoß demnach nur die Staatskarossen in Bayern, die Rot erhielten.   

Mit durchschnittlich 164 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer stößt der Dienstwagen-Fuhrpark der sächsischen Kabinettsmitglieder aber heute 14 Prozent weniger klimaschädliches Gas aus als 2011. Spitzenspritverbraucher ist standesgemäß der Dienstwagen von Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU), der es laut Studie mit seinen acht Zylindern auf einen kombinierten Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern Diesel und einen CO2-Ausstoß von 197 Gramm pro Kilometer bringt.  

Dafür gab es die Rote Karte, auch wenn Tillich im Ranking der Länderchefs vor seinen Ministerpräsidenten-Kolleginnen und -Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Berlin liegt, die im Schnitt auf 9,2 Liter Benzin und 216 Gramm Kohlendioxid kommen.   Unter den Umweltministern aus Bund und Ländern fährt Sachsens Thomas Schmidt (CDU) auf den drittletzten Rang, den er sich unter anderem mit Bundesministerin Barbara Hendricks (SPD) teilt, die das gleiche Ingolstädter Modell fährt.  

Eva Jähnigen, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, kritisiert die Staatsregierung und einige Behörden in Sachsen aufgrund eines aus ihrer Sicht mangelnden Preisbewußtseins und zweifelt den Bedarf der Fahrzeuge an. Die 2500 Polizeifahrzeuge seien davon ausgenommen, allerdings müsste in Zeiten von starkem Personalabbau auch die Fahrzeugflotte reduziert werden. Die Polizeifahrzeuge kosten rund 10 Millionen Euro pro Jahr und nehmen damit den größten Posten ein. 

„Nach Einsparpotenzialen scheint bei der Dienstfahrzeugflotte bisher kaum jemand gesucht zu haben. Das sollte die Staatsregierung endlich ernsthaft prüfen“, so die Grünen-Politikerin. Als Alternative empfiehlt Jähnigen Jobtickets, gelegentliche Taxifahrten, Fahrradnutzung und Carsharing. „Das wäre Staatsmodernisierung, die diesen Namen verdient“, so Jähnigen.

dbr/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dass das Thema Asyl in Klotzsche ein heißes Eisen ist, dürfte mittlerweile den meisten Dresdnern bekannt sein. Im November hatten sich zahlreiche Bürger im Ortsbeirat lautstark gegen die Einrichtung eines Asylbewerberheimes auf der Karl-Marx-Straße artikuliert (DNN berichteten).

09.09.2015

Die rot-grün-rote Mehrheit will heute im Stadtrat einen Gestaltungsbeirat für strittige Bauprojekte auf den Weg bringen. Das Ziel ist eine „hohe architektonische und städtebauliche Qualität bei stadtbildprägenden und städtebaulich bedeutsamen Bauvorhaben“.

09.09.2015

Im Streit um die Sportförderung in der Stadt gibt es einen Kompromiss, den der Stadtrat heute beschließen soll. "Damit wird Rechtssicherheit für die Vereine und die Verwaltung geschaffen", erklärte Anke Wagner (CDU) gestern.

09.09.2015
Anzeige