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Demo in Dresden: Tausende Menschen setzen Zeichen für Rechte von Flüchtlingen

Demo in Dresden: Tausende Menschen setzen Zeichen für Rechte von Flüchtlingen

Die Rechte von Flüchtlingen standen am Samstag bei einer Großdemonstration in Dresden im Fokus. Mehrere Tausend Menschen beteiligten sich an dem Marsch durch die Dresdner Innenstadt, darunter viele Asylbewerber, von denen einige als Redner auftraten.

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Die Demo für Flüchtlinge in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Die Veranstalter sprachen von 5000 Teilnehmern, die Polizei von 3500. 

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Bilder der Flüchtlingsdemo in Dresden.

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Die Flüchtlinge berichteten von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus und über das Leben in Massenunterkünften. „Wir würden gern in normalen Wohnungen leben und uns frei bewegen können. Die Situation in den Lagern und Heimen ist katastrophal und für viele ein Schock, da Menschen aus unterschiedlichsten Ländern auf engstem Raum zusammen leben und Konflikte aus den Heimatländern in den Lagern aufeinanderprallen“, hieß es in einem Aufruf, der zu Beginn der Kundgebung verlesen wurde.

Die Veranstalter, zu denen das Bündnis „Dresden für alle“ und „Dresden Nazifrei“ gehörten, verurteilten eine Kriminalisierung von Flüchtlingen und forderten unter anderem Deutschkurse auch für Menschen über 27 Jahre. Zu der Demonstration hatten auch etliche Flüchtlingsorganisationen aufgerufen.

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Die Demo von "Dresden für alle" am 23. Februar 2015 versammelte rund 300 Menschen.

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Auch mehrere Politiker von Linken, SPD und Grünen nahmen an der Demonstration teil, darunter Linke-Parteichefin Katja Kipping und die beiden SPD-Ministerinnen im sächsischen Kabinett, Eva-Maria Stange (Wissenschaft und Kunst) und Petra Köpping (Integration).  Nach Auffassung von Integrationsministerin Köpping werde häufig über Flüchtlinge geredet, aber zu selten mit ihnen. Bei vielen Gesprächen in den vergangenen Wochen habe sie von den Bedürfnissen Betroffener erfahren. Notwendig sei eine bessere Betreuung und eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge. „Das dritte große Thema ist Arbeit. Die Menschen, die zu uns kommen, wollen arbeiten, Geld verdienen und niemandem auf der Tasche liegen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich räumte sie Probleme mit der Erstaufnahme von Asylsuchenden in Sachsen ein. Momentan fehlten etwa 500 Plätze. Das sei aber genauso lösbar wie die spätere Unterbringung in Wohnungen.  

Die Dresdner Europaabgeordnete Dr. Cornelia Ernst (DIE LINKE) erklärte: „Auch in Sachsen haben wir uns darauf einzustellen, dass Migration ein Normalzustand auf der Welt ist. Dabei müssen Probleme vor Ort ernst genommen werden, Integration ist eine beiderseitige Angelegenheit, zu der auch ein verpflichtender Sprachunterricht gehören sollte.“  

Am Rande der Demonstration musste die Polizei einige Teilnehmer kontrollieren. Sie hatten Aufkleber auf eine Straßenbahn geklebt. An der Synagoge wurden zudem einige Personen aus dem rechten Spektrum gestellt und polizeilich überprüft. Am Zwinger zeigte ein Mann gegenüber den Demonstranten aus einer Gruppe heraus den Hitlergruß, wie ein Foto auf Twitter und mehrere Teilnehmer bestätigten.

dbr/dpa

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