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Stadtpolitik Debatte über Sportförderrichtlinie in Dresden: Stadtratsmehrheit will Regelung ändern
Dresden Stadtpolitik Debatte über Sportförderrichtlinie in Dresden: Stadtratsmehrheit will Regelung ändern
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23:38 09.09.2015

Dieser Antrag steht nun am 19. März regulär auf dem Programm des Stadtrates.

Ziel sei es, so SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Blümel, die Mindestbeitragsregel aus der Sportförderrichtlinie der Stadt zu streichen. Diese Regel besagt, dass nur die Sportvereine finanziell unterstützt werden, die einen Mindestmitgliedsbeitrag von fünf Euro pro Monat erheben.

Der Verein SV Flugzeugwerft in Klotzsche, der unter seinen 197 Mitgliedern viele Kinder und Senioren habe, erfülle diese Regel nicht und laufe deshalb Gefahr, die städtische Förderung zu verlieren. "Der Verein müsste dann statt 2000 Euro pro Jahr für die drei von ihm genutzten Sporthallen 35 000 Euro zahlen", rechnet Blümel vor. Das treibe den Verein in den Ruin, es müsse dringend etwas geschehen. "Da die Verwaltung nicht reagiert, gehen wir jetzt in die Offensive." Der Verein müsse demnächst eine Mitgliederversammlung abhalten und entscheiden, ob er sich selbst auflöse, erklärt Blümel die Initiative zur Rettung des SV Flugzeugwerft.

Im gleichen Atemzug will RGR auch die Mindestmitgliederregel aus der städtischen Sportförderrichtlinie streichen. Gefördert werden demnach nur Vereine mit mindestens 15 Mitgliedern. "Wir wollen, dass man sich in der Verwaltung und dem städtischen Sportstättenbetrieb überlegt, wie man Menschen zum Sporttreiben bringt. Und nicht, wie man Sporttreiben verhindert", erklärte der SPD-Sportpolitiker.

Die AfD-Stadtratsfraktion warnt vor den geplanten Änderungen der Sportförderrichtlinie, weil sie höherrangigen Landesrichtlinien widersprechen würden. "Wenn der Antrag durchkommt, bedeutet das den Tod auf Raten für viele Vereine, weil sie keine Förderung mehr bekämen", so AfD-Fraktionsgeschäftsführer Harald Klaebe.

"Unsinn", entgegnete SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames. "Wir werden die Sportförderrichtlinie so ändern, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden." Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit wolle eine Richtlinie für die Vereine. "Die Förderung soll zu den Vereinen kommen und nicht anders herum", so Lames.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.03.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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