Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Google+
CDU fordert Gesamtkonzept für Dresdens Sportstätten

Anke Wagner: Sport wird zu stiefmütterlich behandelt CDU fordert Gesamtkonzept für Dresdens Sportstätten

Ein paar Millionen fürs Steyer-Stadion, dann Planungsstopp. Ein Sümmchen für Kunstrasen, viele Euros für Schulturnhallen. In Dresden werde immer nur „kleckerweise“ in Sportstätten investiert, ohne dass ein Konzept dahinterstehe, beklagt Anke Wagner, sportpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion. Das soll sich nun ändern.

Sport wird nach Meinung der CDU-Stadtratsfraktion zu stiefmütterlich behandelt.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Ein paar Milliönchen fürs Steyer-Stadion, dann plötzlich der Planungsstopp. Ein gewisses Sümmchen für diesen und jenen Kunstrasen. Und viele Euros für Schulturnhallen. In Dresden werde immer nur „kleckerweise“ oder „nach dem Gießkannenprinzip“ in Sportstätten investiert, ohne dass ein ganzheitliches Konzept dahinterstehe, beklagt Anke Wagner, die sportpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion. Das soll sich nun nach dem Willen der Christdemokraten ändern. Sie wollen, dass die Verwaltung bis zum 31. Oktober ein umfassendes Sanierungs- und Entwicklungskonzept für die Dresdner Sportstätten vorlegt und sich zugleich Gedanken darüber macht, wie es finanziell ausgestattet werden könnte. Der entsprechende Antrag soll in den kommenden Wochen die Stadtratsgremien durchlaufen.

Anke Wagner

Anke Wagner

Quelle: CDU

„Es gibt einen riesigen Bedarf für die Sanierung und Bestandserhaltung. Alleine für jene 30 Prozent der Sportstätten, deren Zustand am schlechtesten ist, sind mittelfristig etwa 70 Millionen Euro nötig“, rechnet Wagner vor. Kosten für noch halbwegs intakte Anlagen, aber auch für Neubauprojekte seien in dieser Summe noch nicht mal inbegriffen. Bislang ausgegebene Gelder hätten nicht mal fürs Nötigste genügt und seien bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Da müsse man mehr tun, ist Anke Wagner überzeugt. Sie argumentiert mit der steigenden Bevölkerungszahl, vor allem der aktuellen Zunahme von Kindern und Jugendlichen, aber auch Senioren. „Bewegung ist gesund. Und Sport hat wichtige präventive Aspekte für die Jugendarbeit und die Integration“, so die Sportpolitikerin weiter. Das Thema Sport sei eine wesentliche Grundsäule für die Lebensqualität in Dresden. „Wir wollen es grundlegend und konzeptionell anpacken – im Hinblick auf die nächsten Haushaltsberatungen“, erklärt Wagner.

Die durchlaufen für den Doppelhaushalt 2019/20 Ende dieses und Anfang nächsten Jahres den Stadtrat. Bis dahin soll es Klarheit geben. Die CDU-Fraktion wünscht ein sportfachliches Strategiepapier, mit dem sich der Dresdner Leistungs- und Breitensport mit einer starken Infrastruktur aus Sportplätzen, -hallen und sonstigen Anlagen weiterentwickeln kann. Dabei sollen der Sanierungsstau an vorhandenen Sportstätten innerhalb von zehn Jahren abgebaut und wichtige Investitionen an bestehenden Einrichtungen wie dem Steyer-Stadion und der Margon-Arena zielgerichtet vorangetrieben werden. „Wir müssen schauen, was notwendig ist, und daraus konkrete Handlungsschwerpunkte ableiten, deren Finanzierung langfristig in den Haushalten gesichert ist“, fordert Wagner.

Mit einfließen sollen schon vorhandene Grundlagen wie die Sportentwicklungsplanung, die jährlich fortgeschrieben werde, aber auch die bestehenden Schwerpunktsportarten und Stützpunkte sowie Absichten von Sportvereinen. Zudem wollen die Christdemokraten das Schulverwaltungsamt künftig verpflichten, Neubauten für den Schulsport mit dem Dresdner Sportstättenbetrieb abzustimmen. „Manchmal klappt das schon, aber wir hoffen, dass die Sache dadurch verwaltungsintern noch ernster genommen wird“, so Wagner weiter. Überhaupt seien alle möglichen Akteure besser einzubinden, darunter auch der Stadtsportbund. Zudem soll der Fokus stärker auf strategische Partnerschaften mit Großvereinen oder auch privaten Investoren wie Uwe Saegeling mit seiner neuen Ballsporthalle gelegt werden. „Wenn ein konkreter Fahrplan vorhanden ist, lassen sich potenzielle Geldgeber besser ins Boot holen“, glaubt Anke Wagner.

Sie fordert vom Stadtrat, „es einfach mal festzuklopfen und zu sagen, wir bekennen uns für die nächsten Jahre dazu, regelmäßig 10 oder 15 Millionen in Sportinfrastruktur zu investieren. Das Geld geht ja nicht durch die Esse, sondern dadurch wird was geschaffen.“ Wagner wolle bei ihren Kollegen dafür werben, dass die Initiative auch von anderen Fraktionen getragen wird. „Das Thema Sport sollte in dieser Stadt nicht mehr stiefmütterlich behandelt werden.“

Von Stefan Schramm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.