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Stadtpolitik CDU-Stadtrat Veit Böhm: Stillstand am Sachsenbad beenden
Dresden Stadtpolitik CDU-Stadtrat Veit Böhm: Stillstand am Sachsenbad beenden
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09:57 21.09.2016
Dem Verfall preisgegeben: das Sachsenbad. CDU-Stadtrat Veit Böhm will diesen Zustand verändern. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

„Es muss endlich etwas passieren“, fordert CDU-Stadtrat Veit Böhm. Seit Jahren verfällt das Sachsenbad an der Wurzener Straße. Die Stadt hat das Gebäude gesichert und lässt es regelmäßig kontrollieren – mehr aber passiert nicht. „So kann es nicht weitergehen“, glaubt Böhm und hat deshalb einen Antrag in den Geschäftsgang des Stadtrats eingebracht. Dabei mahnt er einen Punkt besonders an: „Wir brauchen einen realistischen Blick auf die Dinge.“

Bis zu 15 Millionen Euro kostet es nach Angaben der Stadtverwaltung, das Gebäude unabhängig von der künftigen Nutzung zu sanieren. Böhm glaubt, dass sogar bis zu 20 Millionen Euro fällig werden könnten, wenn das Sachenbad zu einem funktionsfähigen Schwimmbad umgebaut wird. Er hält im städtischen Haushalt für 2017/2018 aber maximal 600 000 Euro für das denkmalgeschützte Gebäude für realistisch. „Da klafft eine Lücke von 19,4 Milionen Euro, darüber müssen wir einfach reden“, fordert er.

Mit seinem Antrag will Böhm Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mit umfangreichen Prüfungen beauftragen. So soll die Verwaltung alle aktuellen Fördermöglichkeiten durch Freistaat, Bund und Europäische Union ergründen, die für die Varianten Sanierung als Schwimmbad, als sozio-kulturelles Stadtzentrum oder Nutzbarmachung als kommunaler Wohnraum erschlossen werden könnten. Weiterhin sollen auch eine Konzeptausschreibung und ein Interessenbekundungsverfahren als alternative Wege geprüft werden. Schließlich solle auch die Marktsituation für einen freien Verkauf des Objekts untersucht werden.

„Der Stadtrat sollte möglichst schnell eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Sachenbads treffen“, findet der CDU-Stadtrat. Eine politische Diskussion sei aber nur möglich, wenn die verschiedesten Varianten durchdacht worden wären. „Auch mir würde der Gedanke eines Schwimmbades zusagen“, gesteht Böhm. „Aber woher soll das Geld kommen? Und wer soll dieses Schwimmbad betreiben?“ Er gehe nicht davon aus, dass das Sachsenbad kostendeckend betrieben werden könne. „Wenn wir an dem jetzigen Zustand etwas ändern wollen, müssen wir handeln“, wirbt Böhm für seinen Antrag.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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