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Ausschuss in Dresden ebnet Weg für freien Eintritt in städtischen Museen

Kultur Ausschuss in Dresden ebnet Weg für freien Eintritt in städtischen Museen

Seit 2009 gibt es an staatlichen Museen freien Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren. Dieses Modell soll nun auch in Einrichtungen der Stadt Dresden eingeführt werden. Der Stadtrat hat das letzte Wort.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Der Kulturausschuss hat für einen Beschluss des Stadtrats zum freien Eintritt in städtischen Museen den Weg geebnet. Mit neun Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen stimmte das Gremium dem Antrag von Linken und SPD zu. Damit wird der Oberbürgermeister beauftragt, dem Stadtrat eine Vorlage zur Neufassung der Eintrittspreise städtischer Museen und der Verkehrsmuseum Dresden gGmbH bis zum 30. April 2018 zum Beschluss vorzulegen. Die Neufassung soll den kostenfreien Eintritt für Kinder, Jugendliche und Berufsschulklassen sowie Inhaberinnen und Inhaber des Familienpasses des Freistaates Sachsen aufnehmen und dabei beziffern, welche Einnahmeverluste durch diesen Eintrittsverzicht entstehen würden und auf welche Weise diese kompensiert werden kann.

Die Antragsteller greifen damit eine Regelung auf, die seit mehreren Jahren an staatlichen Museen in Kraft ist. „Es wäre sowohl für die Dresdner Schulklassen als auch für die Museen der Stadt wertvoll, wenn dies auch für städtische Museen gilt“, erklärte Stadträtin Anja Apel (Linke). Beim Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz beispielsweise waren im vergangenen Jahr 11500 Besucher unter 17 Jahren alt, das waren 26 Prozent der Gesamtbesucherzahl. Die Einnahmeverluste beliefen sich auf rund 50 000 Euro. Demgegenüber stehe aber, so erklärte das Museum auf Anfrage, dass die Staatsregierung die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen fördern möchte. Eintritte seien dabei hinderlich, da sie kulturferne und einkommensschwache Gesellschaftsschichten ausgrenzen würden. Die Einnahmeverluste können nicht gegen den ideellen Gewinn aufgerechnet werden. Ähnlich wird dies bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gesehen, wo im Jahr etwa zehn Prozent der Besucher zwischen 7 und 16 Jahren alt sind. Seit November 2009 gibt es das Freiticket für diese Altersgruppe in den Museen des Freistaats. „Wir möchten mit dem freien Eintritt vor allem Familien erreichen und die Schwelle für den Museumsbesuch niedrig halten“, erklärte Anja Priewe aus der Pressestelle der Kunstsammlungen. Der Freistaat finanziert die staatlichen Museen, einen speziellen Ausgleich für Einnahmeausfälle gibt es nicht zusätzlich. In Dresden fehlen bislang belastbare Zahlen für den Einnahmeausfall durch die Eintrittsfreiheit. Schätzungen gehen von einigen Hunderttausend Euro aus pro Jahr.

Von Ingolf Pleil

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