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Aufsichtsrat „Wohnen in Dresden“: Linke wählen CDU-Kandidaten statt Grünen

Aufsichtsrat der „Wohnen in Dresden“ hat sich konstituiert Aufsichtsrat „Wohnen in Dresden“: Linke wählen CDU-Kandidaten statt Grünen

Neuer Ärger in der rot-grün-roten Stadtratskooperation: Bei der Wahl des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft gaben die Linken dem CDU-Kandidaten die Stimme und wählten nicht Michael Schmelich vom Kooperationspartner Bündnis 90/Die Grünen).

Dieses Wohngebäude soll die WiD in der Ulmenstraße errichten.

Quelle: Stesad GmbH

Dresden. Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) ist Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG“ (WiD). Am Mittwoch hat sich der Aufsichtsrat des Unternehmens gegründet, das bis 2022 laut Wirtschaftsplan 801 kommunale Sozialwohnungen errichten wird.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kontrollgremiums wurde Ingo Flemming, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, gewählt. Eine Personalie, die aufhorchen lässt: Für das Amt hatte auch Michael Schmelich, sozialpolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, kandidiert. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Aufsichtsrat wäre Schmelich mit den Stimmen von Rot-Grün-Rot problemlos Stellvertreter geworden, doch es kam anders: Die Linken unterstützten nach DNN-Informationen den Christdemokraten und versagten dem Kandidaten des Kooperationspartners die Stimme.

Die CDU, die im Vorfeld die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft abgelehnt hatte, solle in die Arbeit der WiD einbezogen werden, sollen die Linken ihr Abstimmungsverhalten begründet haben. Schmelich nannte das Wahlergebnis auf Anfrage der DNN „skurril“ und eine „Retourkutsche“. Er werde für sein kritisches Nachfragen in Sachen kommunaler Wohnungsbau abgestraft. Dem Klima in der rot-grün-roten Stadtratskooperation sei das Geschehen gewiss nicht zuträglich.

Er werde als WiD-Aufsichtsrat dennoch den Finger in die offenen Wunden legen und Antworten auf alle noch ungeklärten Fragen wie ein soziales Wohnraumkonzept oder den Umgang mit Fehlbelegungen einfordern, kündigte Schmelich an. Er sei erstaunt darüber, wie wenig sich andere Fraktionen darum scheren würden, was, wann, wie und für wen gebaut werden solle. „Ich darf nur daran erinnern, dass die WiD ein Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro anstrebt.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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