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82 Ideen für besseren Sport in Dresden

Sportentwicklungsplan 82 Ideen für besseren Sport in Dresden

Weitere Entwicklung des Sportparks Ostragehege, eine Sportspange an der Bodenbacher Straße, ein Fußballplatz am Südpark an der Bergstraße oder der Umbau des Heinz-Steyer-Stadions – alles Einzelvorhaben des aktuellen Sportentwicklungsplanes, der am Donnerstag im Sportausschuss des Stadtrats vorgestellt wurde.

Kommt die Sportspange an der Bodenbacher Straße?
 

Quelle: Carola Fritzsche

Dresden.  Weitere Entwicklung des Sportparks Ostragehege, eine Sportspange an der Bodenbacher Straße, ein Fußballplatz am Südpark an der Bergstraße oder der Umbau des Heinz-Steyer-Stadions zu einer Multifunktionsarena – das alles sind Einzelvorhaben des aktuellen Sportentwicklungsplanes, der am Donnerstag von Professor Alfred Rütten im Sportausschuss des Stadtrats vorgestellt wurde. 82 einzelne Projekte enthält der Plan, mit der Umsetzung sollen die Bedingungen für Sportvereine und Schulen in Dresden deutlich verbessert werden.

Ist-Zustand ist gar nicht so schlecht

Ob die Erweiterung der Margon-Arena oder Um- und Ausbau des ehemaligen Schulstandortes Ginsterstraße in Gorbitz zu einer Sportanlage für den Breitensport, bei den meisten Vorhaben geht es darum, neue Sportstätten zu schaffen oder vorhandene zu erweitern. Der Grund liegt laut Rütten auf der Hand: In einer wachsenden Stadt werden auch mehr Möglichkeiten für den Sport benötigt.

Beim Ist-Zustand schneidet Dresden laut dem Wissenschaftler von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg gar nicht so schlecht ab. 50 Mehrfeldhallen gibt es in der Stadt, benötigt würden eigentlich nur 31. „Hier sieht man deutlich die Investitionsprioritäten der Stadt in den vergangenen Jahren.“ Dafür gibt es ein Defizit von 87 Einzelhallen bei einem Ist-Bestand von 101.

Deutliche Lücken gibt es auch bei der Versorgung mit Großfeldern, hier würden der Stadt sage und schreibe 111 fehlen, erklärte Rütten. Dafür sind ausreichend Kleinspielfelder vorhanden, auch mit Leichtathletik-Anlagen ist die Stadt bedarfsgerecht versorgt. Bei Hallen-Bädern gibt es keine Angebotslücke, so der Professor, allerdings seien in der stadträumlichen Versorgung Defizite zu beobachten. Dafür bescheinigte er der Stadt ein sattes Plus bei der Freibadfläche.

Ein Lob für Dresdens systematische Planung

Nach der Erfassung des Ist-Zustandes, für die Schulen, soziale Institutionen und Sportvereine befragt wurden, hat Rütten gemeinsam mit Sportvereinen und Sportpolitikern auf vier Workshops den Sportentwicklungsplan erarbeitet. Ziel sei es, die hohen Standards abzusichern, die Bürgerbeteiligung fortzuschreiben und den Maßnahmekatalog umzusetzen. Dafür müsse der Eigenbetrieb Sportstätten personell aufgestockt werden, so Rütten, da für viele Maßnahmen das städtische Unternehmen als Verantwortlicher geführt werde.

Er kenne keine Großstadt, die über einen so langen Zeitraum systematisch ihre Ressourcen für den Sport plane, lobte der Wissenschaftler. Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) versprach, auf die gewonnenen Erkenntnisse zurückzugreifen und einen gesteuerten Prozess in Gang zu setzen.

Die Grünen im Stadtrat haben sich mit eigenen Vorschlägen an der Planung beteiligt, erklärte der sportpolitische Sprecher Torsten Schulze. Eine neue Skaterhalle im Industriegelände und die Erweiterung der Kletterhalle auf der Papiermühlengasse, aber auch der Neubau einer Schwimmhalle für die Ortsamtsbereiche Pieschen und Neustadt seien erforderlich, um auf fehlende Angebote und vorhandene Bedarfe zu reagieren, so Schulze. Er kündigte ein eigenes Positionspapier der Grünen an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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