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Stadtpolitik 39 Prozent der Dresdner sind zufrieden mit OB Hilbert
Dresden Stadtpolitik 39 Prozent der Dresdner sind zufrieden mit OB Hilbert
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12:46 09.07.2017
39 Prozent der Dresdner sind mit Dirk Hilbert (FDP) als Oberbürgermeister eher zufrieden. Quelle: Grafik: Eylert
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Dresden

39 Prozent der Dresdner sind mit Dirk Hilbert (FDP) als Oberbürgermeister eher zufrieden. Das ist ein Ergebnis des 100. DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 514 repräsentativ ausgewählte Einwohner der Stadt befragt hat. Im Februar 2016 lag der Wert noch bei 43 Prozent. Aber auch die Zahl derjenigen, die eher unzufrieden mit dem OB sind, ist gesunken: von 18 Prozent im Februar 2016 auf 15 Prozent. „Teils/teils“ erklärten 23 Prozent der Befragten (2016: 17 Prozent), kein Urteil gaben 23 Prozent ab (2016: 22 Prozent).

Quelle: DNN

Zum Vergleich: Amtsvorgängerin Helma Orosz (CDU) hatte im Februar 2009 47 Prozent eher Zufriedene auf ihrer Seite. Und: Im November 2012 waren 54 Prozent der Befragten mit der Arbeit des damaligen Wirtschaftsbürgermeisters Dirk Hilbert eher zufrieden.

62 Prozent der Dresdner können spontan sagen, wer ihr Oberbürgermeister ist – im Februar 2016 waren es noch 64 Prozent. Dafür haben schon 78 Prozent schon einmal den Namen Dirk Hilbert gehört. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Hilbert gilt als bodenständig und glaubwürdig

Die markanteste Eigenschaft von Dirk Hilbert ist nach Auffassung der Befragten Bodenständigkeit. 45 Prozent glauben, dass das voll und ganz auf den OB zutrifft. Dafür meinen nur zwölf Prozent, Hilbert sei „dynamisch“ und nur 16 Prozent halten ihn für „politisch geschickt“. Im Vergleich zum Februar 2016 hat der OB aber bei der Bürgernähe von 25 auf 27 Prozent zugelegt – hier ist auch die Zahl derer deutlich gestiegen, die meinen, die Eigenschaft treffe eher auf Hilbert zu: von 30 auf 39 Prozent.

Quelle: DNN

Glaubwürdigkeit attestieren die Befragten Hilbert auch, 29 Prozent voll und ganz und 36 Prozent eher (2016: 27 und 28 Prozent). Dass der OB durchsetzungsfähig ist, glauben 20 Prozent der Befragten voll und ganz und 40 Prozent eher (2016: 23 und 27 Prozent), das Attribut „sozial“ halten 28 Prozent für passend und 40 Prozent für eher zutreffend (2016: 26 und 29 Prozent).

Vertrauen in Stadtrat sinkt

Das Vertrauen der Dresdner in den Stadtrat ist auf einem historischen Tiefstand angekommen. Im April 2014 glaubten noch 22 Prozent der Dresdnerinnen und Dresdner, dass der Stadtrat seine Arbeit gut macht. Jetzt sind es nur noch 20 Prozent, während 31 Prozent nur wenig Vertrauen in das Kommunalparlament setzen (April 2014: 22 Prozent). 39 Prozent haben „nicht so großes Vertrauen“ (April 2014: 51 Prozent), „gar kein Vertrauen“ gaben nur ein Prozent an (April 2014: 0 Prozent). Insgesamt 59 Prozent haben aktuell großes oder nicht so großes Vertrauen in den Stadtrat, hier lohnt ein Blick auf die Vorjahre: Im Dezember 2016 lag der Wert bei 66 Prozent, im Februar 2016 bei 58 Prozent und im August 2014 bei 69 Prozent. Kurz vor der Kommunalwahl im April 2014 waren es 73 Prozent.

Quelle: DNN

Im Mai 2014 hatte Rot-Grün-Rot die Mehrheit bei der Stadtratswahl gewonnen, erstaunlicherweise waren im August 2014 nur 35 Prozent der Auffassung, dass diese Mehrheit die politische Stimmung in der Bevölkerung besser repräsentiert als die alte bürgerliche Mehrheit mit CDU, FDP und Bürgerfraktion. Jetzt ist dieser Wert weiter gesunken: Nur noch 28 Prozent halten Rot-Grün-Rot für ein adäquates Abbild der politischen Stimmungslage in der Bevölkerung. 58 Prozent glauben das nicht, 2014 waren es nur 46 Prozent. Interessant auch: Die Zahl derer, die keine Auskunft geben konnten oder wollten, ist von 19 auf 14 Prozent gesunken.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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