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Zollfahnder nehmen Crystallabor hoch

Ermittlungserfolg Zollfahnder nehmen Crystallabor hoch

Rund 100 000 Euro Bargeld, Maschinenpistolen und jede Menge Stoffe, die zur Herstellung des Rauschgiftes Crystal notwendig sind, fanden Ermittler am Dienstag bei Durchsuchungen von einer Lagerhalle und Wohnungen in Dresden. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen.

professionelles Crystal-Labor in Dresden
 

Quelle: Zollfahndungsamt Dresden

Dresden.  Benzaldehyde, roter Phosphor, Jod sowie Medikamente, die den Wirkstoff Pseudoephedrin beinhalten, fanden Dresdner Zollfahnder am Dienstag in einer Lagerhalle und stießen damit auf ein Rauschgiftlabor. Denn all diese Stoffe sind nötig, um Chrystal herzustellen, was eine Tätergruppe, die laut Zollfahndungsamt schon länger im Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft stand, in dieser Lagerhalle vermutlich auch tat.

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist den Beamten ein Schlag gegen die regionale Rauschgiftszene gelungen

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist den Beamten ein Schlag gegen die regionale Rauschgiftszene gelungen.

Quelle: Zollfahndungsamt Dresden

Die Ermittler durchsuchten die Halle sowie sechs Wohnungen von Tatverdächtigen und vollstreckten Haftbefehle gegen zwei 31- bzw. 37-Jährige. Mieter der Halle ist ein 31 Jahre alter in Dresden wohnhafter Deutscher, der bereits im Fokus der Ermittler stand. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 31-Jährigen wurden außerdem mehr als 80 000 Euro Bargeld, hochwertige Uhren, Krügerrand-Goldmünzen und kleinere Mengen Marihuana sowie Crystal sichergestellt. Auch rund 40 Kilogramm Salzsäure wurden sichergestellt. Die Zollfahnder vermuten, dass auch dies der Herstellung von Crystal im aufgedeckten Labor dienen sollte.

Vier scharfe Schusswaffen, darunter drei Maschinenpistolen „Scorpion“ stellten die Beamten bei Wohnungsdurchsuchungen sicher

Vier scharfe Schusswaffen, darunter drei Maschinenpistolen „Scorpion“ stellten die Beamten bei Wohnungsdurchsuchungen sicher.

Quelle: Zollfahndungsamt Dresden

Als wäre das noch nicht genug, stellten die Ermittler bei den sechs Wohnungsdurchsuchungen vier scharfe Schusswaffen sicher, darunter drei Maschinenpistolen „Scorpion“, Munition, mehrere hundert Ecstasy-Tabletten, nochmals nicht geringe Mengen Crystal und Marihuana sowie weitere rund 17 000 Euro. Bei den aufgefundenen Fahrräder und verschiedene Maschinen handelt es sich den Mutmaßungen der Beamten zufolge um Diebesgut.

 Die beiden gefassten Tatverdächtigen wurden noch am selben Tag in die JVA gebracht. Rund 100 Beamte des Zolls, der Polizeidirektion Dresden und des LKA Sachsen waren an dem Einsatz beteiligt. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt acht Hauptverdächtige im Alter zwischen 27 und 43 Jahren, welche ihren Lebensmittelpunkt in Dresden haben.

Bereits seit November des vergangenen Jahres ermitteln das Zollfahndungsamt Dresden und die Polizeidirektion Dresden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Dresden in einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe gegen eine Tätergruppierung, die im Verdacht steht, Betäubungsmittel - insbesondere Crystal - im Kilogramm-Bereich unerlaubt aus Polen oder der Tschechischen Republik einzuführen beziehungsweise selbst herzustellen und dieses dann gewinnbringend an Dealer und Konsumenten zu verkaufen.

Von lml

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