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Polizeiticker Weniger Unfälle, mehr Tote in Dresden
Dresden Polizeiticker Weniger Unfälle, mehr Tote in Dresden
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15:33 29.04.2016
2015 kamen in Dresden mehr Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben als noch im Jahr zuvor. Quelle: Symbolfoto
Dresden

Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Dresdner Straßen ist im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge gesunken. Wie Polizeisprecher Thomas Geithner mitteilte, registrierten die Beamten 2015 genau 14 472 Karambolagen. Der Rückgang im Vergleich zu 2014 ist allerdings marginal. Er beträgt 0,1 Prozent. In absoluten Zahlen sind das gerade mal 16 Unfälle weniger als im Vorjahr.

„Der positive langfristige Trend beim Rückgang der Verkehrsunfälle wurde auch im Jahr 2015 weiter fortgesetzt“, stellte Polizeioberrat Peer Barthel fest. Der 45-Jährige ist Chef der Dresdner Verkehrspolizei. Barthels Urteil betrifft die Zeit von 2009 bis 2015, in der die Unfallzahl mit Ausnahme eines Jahres stetig gesunken ist – insgesamt um rund 1300 Karambolagen pro Jahr. Die Zahl der Verletzten blieb dagegen weitgehend unverändert. Sie pendelte in diesen Jahren zwischen etwa 2500 und knapp 2800 Menschen. Viel deutlicher schwankte die Zahl der Verkehrstoten: Die höchste Zahl innerhalb der vergangenen zehn Jahre steht in der Statistik für 2007. Damals kamen auf den Dresdner Straßen 18 Menschen ums Leben (siehe Grafik). Im vergangenen Jahr waren es elf Menschen, sechs mehr als 2014.
Nicht eingeschlossen sind in alle diese Zahlen die Unfälle auf den Autobahnen im Raum Dresden. Dabei handelt es sich um die komplette A17, die A4 und ein Stück der A13. Dort ereigneten sich 2015 mehr als 1700 Unfälle. Im Jahr zuvor waren es knapp 1500. Etwas mehr als 200 Menschen wurden im vergangenen Jahr verletzt (2014 waren es mehr als 280), fünf Menschen kamen ums Leben (2014: 12).
Ursache der meisten Unfälle waren im vergangenen Jahr Vorfahrtsfehler. Mehr als 36 Prozent aller Zusammenstöße führt die Polizei darauf zurück. Fast zehn Prozent aller Karambolagen sind zustande gekommen, weil Autofahrer zu schnell waren. 10,4 Prozent der Karambolagen führt die Polizei auf zu geringen Sicherheitsabstand zurück.
Die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, ist nach einem Anstieg von 2013 zu 2014 wieder gesunken.  Die Polizei meldet für das vergangene Jahr 1332 Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren. Dabei wurden mehr als 1000 verletzt. „Der Anteil der verunglückten Fahrradfahrer an der Zahl aller Unfallopfer ist mit 41 Prozent immer noch deutlich zu hoch“, sagt Peer Barthel. Der Chef der Verkehrspolizei ist der Überzeugung, dass weiteres Engagement beim Thema Radfahrsicherheit dazu beitragen kann, diese Zahl zu senken. Zu diesem Engagement gehört aus Sicht der Polizei auch der Einsatz der Fahrradstaffel. Die Beamten, die dabei selbst auf Fahrrädern unterwegs sind, haben im vergangenen Jahr bei gezielten Kontrollen von Radfahrern fast 4630 Verstöße registriert. Fahrten bei „Rot“ gehören dazu ebenso wie technische Mängel an Drahteseln.

Christoph Springer

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