Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Polizeiticker Vier Apotheken in drei Wochen geknackt
Dresden Polizeiticker Vier Apotheken in drei Wochen geknackt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 28.08.2018
Symbolbild Quelle: picture alliance / dpa
Dresden

Die Mitarbeiter der „City Apotheke“ auf der Hauptstraße sind im März wohl mit sehr ungutem Gefühl auf Arbeit gegangen, sie wussten da nie, was sie erwartet. Am 5. März wurde das erste Mal in ihr Geschäft eingebrochen, die Eingangstür geöffnet und beschädigt. Aus den Kassen und dem Tresor waren rund 2800 Euro verschwunden. Fünf Tage später das gleiche Spiel. Wieder hatte die Apotheke nächtlichen Besuch bekommen – diesmal fehlten 920 Euro. 14 Tage später kamen die Einbrecher wieder, packten 255 Euro und ein Tablett zusammen, dann klickten die Handschellen. Das Duo wanderte in U-Haft und musste sich gestern wegen Diebstahls in vier Fällen vor dem Amtsgericht verantworten.

Sie seien nur aus Versehen in die Apotheke gegangen, weil die Tür offengestanden hätte, hatten Kalifa M. und Sabri D. nach ihrer Festnahme behauptet. Gestern korrigierten der Libyer und der Tunesier diese Aussage und räumten die Taten ein. Beide gaben sich sehr reuig, ja schon fast verzweifelt. „Wie hätten sie das nur tun können?“ Ob die beiden mit ihrem einträglichen Geschäft aufgehört hätten, wenn sie nicht erwischt worden wären, ist eine andere Sache.

Innerhalb von knapp drei Wochen hatten die beiden vier Einbrüche in Apotheken begangen – neben der „City Apotheke“ wurde auch noch die Apotheke am Goldenen Reiter geplündert. Hier ließen sie rund 3500 Euro mitgehen. Neben dem Stehlschaden verursachten sie auch noch einen erheblichen Sachschaden. Allein die Reparatur der demolierte Tür der Apotheke am Goldenen kostete 1450 Euro.

Das geklaute Geld hätten sie vertrunken, am Automaten verspielt und Klamotten gekauft. „Wir haben auch noch ein paar schöne Partys gemacht“ sagte Kalifa M. Zudem brauchten sie das Geld für ihren Drogenkonsum. Beide nehmen Haschisch und da sie das mit ihrem Geld nicht finanzieren konnten, seien sie eben eingebrochen. „Ich habe schon in Tunesein Drogen genommen, ich wusste nicht, dass das in Deutschland verboten ist“ erklärte Sabri D.

Beide wurden zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde und jeder muss 100 Arbeitsstunden leisten. Zudem wurde die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 7185 Euro angeordnet.

Von Monika Löffler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Aufruf aus dem rechten Spektrum hat nicht gezogen: Vor dem Dresdner Landtag hatten sich am Nachmittag weniger als 50 Personen im Rahmen der Demonstration „Innere Sicherheit - schützt unsere Familien“ versammelt.

29.08.2018
Polizeiticker Auf der Stübelallee in Dresden - Auto landet an Ampelmast

Das rote Audi-Cabriolet prallte auf der Stübelallee gegen einen Laternenmast. Aber warum? Die Polizei sucht Zeugen für einen Unfall am Montagabend.

28.08.2018

Ein 19-Jähriger hat in Dresden nach dem Diebstahl einer Schnapsflasche aus einem Lebensmittelmarkt in der Antonstraße einem Ladendetektiv in den Arm gebissen.

28.08.2018