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Polizeiticker Taschendiebstahl: Bundespolizei zeigt im Dresdner Hauptbahnhof Schutzoptionen
Dresden Polizeiticker Taschendiebstahl: Bundespolizei zeigt im Dresdner Hauptbahnhof Schutzoptionen
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17:19 09.09.2015
Ganz flink wechselt der Geldbeutel ungewollt den Besitzer. Quelle: Christin Grödel

Menschenansammlungen und dichtes Gedränge sind die Folge: Ideale Voraussetzungen für Taschendiebe, deren Taten bundesweit von 2012 auf 2013 um 15 Prozent gestiegen sind. Um über Vorgehensweisen und Tricks von Langfingern zu informieren, veranstaltet die Bundespolizei die Aktionswoche Taschendiebstahl. Den Auftakt machte am Montag eine Vorführung am Dresdner Hauptbahnhof.

Dabei wechselten die Polizeihauptmeister Silvia Buhr und Uwe Clausnitzer sowie der Polizeioberkommissar Hans Ulrich Reußer die Seiten und wurden selbst zu Kriminellen. In Rollenspielen zeigten die Laiendarsteller den verblüfften Reisenden, wie schnell persönliche Gegenstände ungewollt den Besitzer wechseln. Die Geldbörse in der Gesäßtasche, der unbeaufsichtigte Koffer, unvorsichtiges Verhalten am Geldautomaten: Viel Zeit benötigen Diebe nicht, um an die Objekte ihrer Begierde zu kommen.

Polizeihauptmeister Jens König, der als Beauftragter für Kriminalprävention tätig ist, moderierte die gestellten Szenen und gab wertvolle Tipps: Das Portmonee in der hinteren Hosentasche ist dabei eben so eine schlechte Idee wie die mit Wertsachen beladene Jacke über der Stuhllehne. „Tragen Sie Wertsachen immer ganz nah am Körper und lassen Sie keine persönlichen Dinge unbeaufsichtigt stehen“, empfiehlt der Experte.

Bereits seit Anfang dieses Jahres sind die Beauftragten der Kriminalprävention im Einsatz. Fazit: Die Menschen werden aufmerksamer. „Unsere Tipps werden angenommen, Frauen zum Beispiel tragen ihre Taschen jetzt vermehrt mit dem Verschluss am Körper“, resümiert König. Damit das so bleibt, findet am Donnerstag um 13 Uhr eine weitere Informationsveranstaltung im Hauptbahnhof statt. Zudem gehen die Beamten in dieser Woche vermehrt auf Bahnhöfen und in Zügen auf Streife, um potentielle Opfer direkt anzusprechen und auf ihre Unachtsamkeit aufmerksam zu machen. „Jeder kann zu seiner eigenen Sicherheit beitragen“, so der Polizeihauptmeister.

cg

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