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Polizeiticker Staatsanwaltschaft fordert Freiheitsstrafe für Anschlag auf Moschee
Dresden Polizeiticker Staatsanwaltschaft fordert Freiheitsstrafe für Anschlag auf Moschee
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16:09 10.08.2018
Archivbild: Der Angeklagte (M) im Prozess um einen mutmaßlichen Bombenanschlag auf eine Moschee steht im Landgericht Dresden im Verhandlungssaal neben seinen Anwälten. Quelle: dpa
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Dresden

Im Prozess um den Anschlag auf eine Dresdner Moschee im Herbst 2016 hat die Staatsanwaltschaft am Freitag eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren und neun Monaten für den Angeklagten gefordert. Sie sieht es als erwiesen an, dass der Dresdner für die Attacken auf die Fatih Camii Moschee und das Kongresszentrum in der Elbestadt am 26. September 2016 verantwortlich ist. Der 31-Jährige ist unter anderem wegen versuchten Mordes und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion angeklagt.

Unbekannte haben am Montagabend in Dresden zwei Sprengstoffanschläge verübt. Wie die Polizei am Morgen mitteilte, detonierte kurz vor 22 Uhr ein Sprengsatz an der Moschee an der Hühndorfer Straße in Cotta. Kurze Zeit später explodierte eine weitere Bombe am Kongresszentrum

„Es war keine Spontantat, sondern lange vorbereitet“, sagte Oberstaatsanwalt Riccardo Schultz. Er habe es billigend in Kauf genommen, dass Menschen verletzt oder gar getötet werden. Das Motiv sei Ausländer- und Islamfeindlichkeit, aber auch Ablehnung von Andersdenkenden. Der Mann war später durch DNA-Spuren vom Tatort überführt und Anfang Dezember 2016 festgenommen worden.

Die Anschläge hatten kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die vierköpfige Familie des Imam kam mit dem Schrecken davon. Nach Experteneinschätzung ist nur durch eine Verkettung glücklicher Umstände niemand bei dem Anschlag verletzt worden.

Der Monteur hatte vor Gericht eingeräumt, den Spreng- und Brandsatz gezündet zu haben. Eine Absicht, die Imam-Familie zu verletzen oder zu töten, bestreitet er.

dpa

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