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Polizeiticker Schüsse auf Geflüchtetenunterkunft: Vorfall in Gorbitz gibt weiter Rätsel auf
Dresden Polizeiticker Schüsse auf Geflüchtetenunterkunft: Vorfall in Gorbitz gibt weiter Rätsel auf
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13:42 10.09.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

Die Schüsse auf eine Wohnung eines Asylsuchenden in Gorbitz geben weiter Rätsel auf. Reichlich eine Woche nach dem Vorfall hat die Dresdner Polizei noch keine heiße Spur. Der kurz nach dem Anschlag gestartete Zeugenaufruf hatte keine neuen Hinweise erbracht, sagt Polizeisprecher Thomas Geithner.

Ein 30 Jahre alter Eritreer hatte am 31. August in zwei Fenstern seiner Einraumwohnung in der fünften Etage Einschusslöcher entdeckt und am Tag darauf die Polizei verständigt. Die Verglasung der Fenster war durch die Projektile beschädigt, aber nicht durchschlagen worden. Der Bewohner blieb unverletzt.

In der Folge hatte der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen – dessen Beamte unter anderem auch ausländerfeindliche Straftaten bearbeiten. In jüngster Vergangenheit war es in Gorbitz wiederholt zu rechten Straftaten gekommen. Erst Anfang vergangener Woche hatten Unbekannte beispielsweise auf dem Merianplatzrechte Parolen mit asylfeindlichem Inhalt geschmiert.

Doch nicht nur wegen rechten Straftaten sorgt Gorbitz seit einigen Wochen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. So kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzungen mit zum Teil blutigen Ausgang. Daran beteiligt sind Geflüchtete aus verschiedenen Ländern, aber auch Deutsche. Die Polizei hatte Bereiche des Plattenbauviertels deshalb jüngst zum Kriminalitätsschwerpunkt erklärt. Dort können die Beamten beispielsweise nun auch ohne konkreten Verdacht Personen kontrollieren.

Rechte Gruppierungen in Gorbitz seien der Polizei derzeit aber nicht bekannt, sagt Thomas Geithner. Allerdings hatte die NPD unlängst selbst ernannte Ordnungshüter auf den Straßen im Viertel patrouillieren lassen. „Gleichzeitig gehen wir aber auch davon aus, dass die NPD nicht zufällig Gorbitz für ihre Schutzzonenkampagne ausgewählt hat. Ich glaube, dass viele Gorbitzer einfach für einfache Antworten und Lösungen (wie sie die NPD anbietet) empfänglicher sind“, erklärt der Polizeisprecher. Generell, so Thomas Geithner, sei Gorbitz in Bezug auf Rechtsextremismus allerdings nicht auffälliger als anderer Dresdner Stadtteile.

Von Sebastian Kositz

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