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Zoll beschlagnahmt so viel Rauschgift wie nie zuvor

Bilanz 2016 Zoll beschlagnahmt so viel Rauschgift wie nie zuvor

Beamte des Hauptzollamtes Dresden haben im vergangenen Jahr die bisher höchste Menge Rauschgift sichergestellt. Insgesamt beschlagnahmten sie 730 Kilogramm Drogen.

Beschlagnahmtes Crystal im Hauptzollamt Dresden.

Quelle: Hauptzollamt Dresden

Dresden . Beamte des Hauptzollamtes Dresden haben im vergangenen Jahr die bisher höchste Menge Rauschgift sichergestellt. Insgesamt beschlagnahmten sie 730 Kilogramm Drogen, das war etwa dreimal so viel wie im Jahr 2015. „Den größten Anteil von mehr als 695 Kilogramm stellte der Zoll auf dem Flughafen Leipzig-Halle sicher“, sagte der Leiter des Hauptzollamtes Franz Horak am Dienstag in Schkeuditz. Die Behörde, zu der auch die Region Leipzig gehört, ist den Angaben zufolge mit gut 1000 Beschäftigten das zweitgrößte Hauptzollamt in Deutschland nach Frankfurt/Main.

Unter den beschlagnahmten Rauschmitteln waren 83 Kilogramm Kokain, 14 Kilogramm Opium und sechs Kilogramm Crystal. Als Tarnung für den Schmuggel dienten unter anderem ein Elektromotor und eine fast eineinhalb Meter große Statuette. „Stark zugenommen hat die Kaudroge Khat“, sagte Horak. Habe es sich früher eher um Einzelfälle gehandelt, seien 2016 mehr als 430 Kilogramm der pflanzlichen Droge aus dem Verkehr gezogen worden. Deren Hauptwirkstoffe seien Cathinon und Cathin. Die Substanzen seien eng mit Amphetaminen verwandt.

Jahresbilanz des Zollamtes Dresden für 2016

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Bei Schwarzarbeit wurde den Angaben zufolge eine Schadensumme von mehr als 25,1 Millionen Euro ermittelt (2015: knapp 29 Millionen Euro). „Dabei entstanden die häufigsten Schäden durch nicht gezahlte Steuern und Sozialversicherungsabgaben, durch erschlichene Sozialleistungen sowie durch die Nichteinhaltung von Mindestlohnvorschriften“, sagte Horak. Bei den Kontrollen wurden rund 1350 Arbeitgeber geprüft. 5150 Verfahren wurden neu eingeleitet.

Auch in puncto Artenschutz wurden die Beamten fündig. 220 geschützte Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Produkte wurden sichergestellt. Dabei handelte es sich vorwiegend um Waren aus Elfenbein, Gebrauchsgegenstände und Modeartikel aus Reptilienleder, um Pelze, Muscheln und Korallen.

dpa

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