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Verirrter Elch mit Betäubungsgewehr angeschossen und auf dem Weg in die Freiheit

Verirrter Elch mit Betäubungsgewehr angeschossen und auf dem Weg in die Freiheit

Dresden. Nach einem unfreiwilligen Ausflug in ein Dresdner Bürogebäude ist der verirrte Elch wieder auf dem Weg in die Freiheit. „Er wurde in ein Container verladen und wird nun in die Wälder Ostsachsens gebracht“, sagte ein Polizeisprecher.

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Quelle: dpa

An einem unbekannten Ort soll das etwa zwei bis drei Jahre alte Tier ausgewildert werden. Auf Bitten der obersten Jagdbehörde wird der Verbringungsort nicht bekannt gegeben. Für den Transport wurde es mit mehreren Schüssen aus einem Betäubungsgewehr narkotisiert. „Die Betäubung verlief problemlos, dem Tier geht es gut“, so der Polizeisprecher. Mehr als vier Stunden lang stand das Tier eingeklemmt zwischen Glasscheiben und Wand. Eigentlich sollte der unfreiwillige Bürobesucher mit Blättern in einen Baucontainer gelockt werden. Laut Polizei blieben all diese Bemühungen allerdings vergeblich.

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Der Elch wurde mit zwei Schüssen in das Hinterteil betäubt.

Quelle: Arno Burgi dpalsn

Der junge Elchbulle hatte sich am Montag in das Verwaltungsgebäude von Siemens in Dresden-Übigau verirrt. Das Tier, das wohl aus Polen stammt, brach auf seiner Flucht vor Menschen durch die Tür des verglasten Bürogebäudes und strandete in der Eingangshalle. "Das ist ein Zeichen von Panik, er weiß nicht mehr, wohin", sagte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst der Nachrichtenagentur dpa.

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Seit Tagen war ein Elch im Dresdner Umland unterwegs - am Montag hat er sich in die Kantine von Siemens in Übigau verirrt.

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Der Vierbeiner war vergangenen Freitag erstmals im nahen Radebeul gesichtet worden. Mehrere Anrufer informierten kurz vor dem Wochenende die Polizei darüber, dass im Bereich der Oberen Burgstraße ein Elch unterwegs ist. Sein Ausflug in der Lößnitzstadt endete letztlich an der Elbe: Das Tier durchquerte nach Angaben eines Polizeisprechers den Fluss in Richtung Gohlis.

Am Montag graste er zuvor unweit des Industriegeländes in der Flutrinne. Als aber Polizei und Schaulustige anrückten, nahm er Reißaus. Das Spektakel hatte einen Auflauf Neugieriger verursacht. Der Bereich vor dem Haus war abgesperrt. Aus den oberen Etagen verfolgten Angestellte die skurrile Szenerie.

Nach Angaben des Sachsenforst-Sprechers kommt es immer mal wieder vor, dass Jung-Elche aus Polen auf Wanderschaft über die alten Elchpässe bis Dresden gelangen. Sie müssen ihre Heimat verlassen, wenn die Alt-Elche wieder Nachwuchs bekommen und sich Familienverbände neu sortieren. Die meisten bleiben in Polen. Der letzte "Auftritt" eines Elchbullen in Sachsen liegt Jahre zurück. "Der verschwand irgendwo bei Altenberg", sagte der Sprecher.

Auch 2001 hatte sich schon einmal ein Elch nach Dresden verirrt: Das Tier wurde in einem Garten entdeckt und mit einem Betäubungsgewehr narkotisiert - zog sich jedoch bei einem Sprung über einen Stahlgitterzaun tödliche Verletzungen zu.

sl / dpa

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