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Soko in Jena sucht in Kindermordfall von 1991 jetzt auch im Raum Dresden nach Zeugen

Neue Spur nach „Kripo Live“ Soko in Jena sucht in Kindermordfall von 1991 jetzt auch im Raum Dresden nach Zeugen

Im thüringischen Jena ermittelt die Sonderkommission (Soko) „Altfälle“ nach neuen Hinweisen in drei bislang nicht aufgeklärten Kindermordfällen aus den 1990er Jahren. In diesem Zusammenhang sucht die Soko jetzt auch im Raum Dresden nach Zeugen.

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Stephanie war zehn Jahre alt, als sie ermordet wurde.

Quelle: Polizei

Jena/Dresden. Im thüringischen Jena ermittelt die Sonderkommission (Soko) „Altfälle“ nach neuen Hinweisen in drei bislang nicht aufgeklärten Kindermordfällen aus den 1990er Jahren. In diesem Zusammenhang sucht die Soko jetzt auch im Raum Dresden nach Zeugen.

Konkret geht es um den Tod der zehnjährigen Stephanie Drews 1991, des zehnjährigen Bernd Beckmann 1993 und der neunjährigen Ramona Kraus, deren Leiche Anfang 1997 gefunden wurde. Zwischen den drei Fällen vermutet die Polizei einen Zusammenhang.

Am 18. Juni 2017 wurde in der MDR-Sendung „Kripo Live“ erneut über die drei Fälle berichtet und um Mithilfe der Bevölkerung gebeten. „Daraufhin meldete sich ein Zeuge, der sich an ein Ereignis erinnerte, das mit dem Mord an Stephanie zusammenhängen könnte“, so die Jenaer Polizei.

Stephanie Drews hatte sich am 24. August 1991 ab 14 Uhr mit ihren beiden jüngeren Geschwistern sowie ihrer Freundin im Goethepark Weimar, im Bereich des sogenannten Ochsenauges, aufgehalten. Sie war dann mit einem unbekannten Mann mitgegangen, der sie überredet hatte, ihr Geld zu geben, wenn sie ihm das Schloss Belvedere zeigen würde. Zwei Tage später wurde Stephanies Leiche unterhalb der Teufelstalbrücke gefunden.

Der Zeuge, der nun nach der MDR-Sendung mit der Polizei Kontakt aufnahm, habe berichtet, dass er und sein Kollege damals von einem Pannenhilfsdiensteinsatz zurückgekommen seien und um den Tatzeitraum herum nachts auf der Teufelstalbrücke einen Kleintransporter bemerkt hätten. Der Fahrer habe sich auf der Fahrbahn bewegt und soll etwas von der Brücke geworfen haben. Dabei könne es sich um Stephanie gehandelt haben.

Die beiden Männer hätten mit einem Anruf zur Pannenhilfe gerechnet und sich – berufsbedingt – das Kennzeichen gemerkt, so die Polizei weiter. Allerdings könne sich der Zeuge heute nur noch an Fragmente erinnern. In Betracht kommen die Kombinationen RE 1?-2? oder RH 1?-2? oder RT 1?-2? „Nach Recherchen der Kriminalpolizei muss es sich um ein DDR-Kennzeichen aus den Bereichen der heute zuständigen Polizeipräsidien Dresden und Görlitz handeln.“ Deshalb nun die Frage der Polizei: Wer kann sich an einen Kleintransporter mit diesen Kennzeichen erinnern?

Weiterhin sucht die Polizei ein Paar, das zur Tatzeit am Ochsenauge mit einer Videokamera gefilmt haben soll. Trotz mehrfacher Aufrufe unmittelbar nach der Tat habe sich dieses Paar nie gemeldet. Beide sind wichtige Zeugen. Die Soko „Altfälle“ ist zu erreichen unter Tel. 03641 – 81-1678 bzw. e-mail: sokoAltfaelle.Jena@polizei.thueringen.de. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Mehr Infos am 15.10.2017, 19.50 Uhr in der MDR-Sendung „Kripo live“ und am 13.12.2017, 20.15 Uhr in „Aktenzeichen XY Ungelöst“

Von cat.

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