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Misstrauischer Fachverkäufer lässt Dieb auffliegen

Wertvoller Kontrabassbogen entwendet Misstrauischer Fachverkäufer lässt Dieb auffliegen

Weil ein Fachverkäufer in einem Dresdner Musikhaus aufgepasst hat, konnte die Bundespolizei den Diebstahl eines wertvollen Kontrabassbogens im Wert von 4600 Euro aufklären.

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Symbolbild.

Quelle: dpa

Dresden. Weil ein Fachverkäufer in einem Dresdner Musikhaus aufgepasst hat, konnte die Bundespolizei den Diebstahl eines wertvollen Kontrabassbogens im Wert von 4600 Euro aufklären. Ein Instrumentenbauer hatte die wertvolle Fracht versehentlich in der S-Bahn von Dresden nach Meißen liegengelassen. Als er den Verlust bemerkte, fuhr er mit seinem Auto der betreffenden S-Bahn hinterher, konnte jedoch nach dem Erreichen des Zuges den Instrumentenkoffer nicht mehr auffinden.

Am nächsten Tag meldete sich ein 24-Jähriger in dem Dresdner Musikhaus „Zoundhouse“ und bot einen wertvollen Kontrabassbogen zur Wertermittlung und anschließendem Kommissionsverkauf an. Der Anbieter ließ seine Personalien zurück. Der Fachverkäufer überprüfte die Ware und fand im Instrumentenkoffer schließlich eine Rechnung, ausgestellt auf den geschädigten Instrumentenbauer und zweifelte an der Rechtmäßigkeit des Weiterverkaufs. Er nahm rief den Instrumentenbauer an. Dieser konnte die Zweifel des Verkäufers schnell bestätigen und mit der Kopie der Auftragsbestätigung auch den Verlust des Bogens nachweisen. Er bekam ihn zurück.

Der glückliche Wiederbesitzer informierte unverzüglich die Bundespolizei Dresden und übermittelte auch die Personalien des vermeintlichen Anbieters. Durch die Beamten wurde nunmehr festgestellt, dass der mutmaßliche Täter der Fundunterschlagung durch das Amtsgericht Meißen und wegen unentschuldigten Fernbleibens an einer Verhandlung wegen Erschleichens von Leistungen mittels eines Vorführhaftbefehls gesucht wurde.

In Absprache mit dem „Zoundhouse“ stimmte man die gemeinsame Vorgehensweise ab. Am Montag betrat der ahnungslose Täter nun erneut das Fachgeschäft und wollte sich seinen Verkaufspreis abholen – stattdessen klickten die Handschellen. Zu seiner Verteidigung gab er als wenig überzeugendes Argument an, er habe nur den Wert des Instrumentenbogens schätzen lassen wollen, um ihn anschließend dem Fundbüro zu übergeben.

Der 24-Jährige wurde am Dienstag dem zuständigen Richter am Amtsgericht Meißen vorgeführt, wo es für ihn noch dicker kam. Neben der Bestätigung, dass der mittellose 24-Jährige bis zur neu anzuberaumenden Hauptverhandlung wegen Erschleichens von Leistung in Haft geht, wurde ferner bekannt, dass gegen ihn ein aktueller örtlicher Vollstreckungshaftbefehl wegen weiterer Eigentumsdelikte besteht. Zu vollstrecken waren hier 90 Tage Ersatzfreiheitsstrafe oder 900 Euro Geldstrafe. Außerdem wurde eine zur Bewährung ausgesetzte Jugendstrafe aufgrund von Auflagenverstößen in Vollzug gesetzt, was weitere 120 Tage Freiheitsstrafe zur Folge hatte. Der junge Mann wurde nach Abschluss der Verhandlung direkt in die Justizvollzugsanstalt Dresden überführt.

Von uh

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