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Explosion in Dresden: Ermittler prüfen Spur zur autonomen Szene

Beamte wegen der Wucht besorgt Explosion in Dresden: Ermittler prüfen Spur zur autonomen Szene

Nach einer Explosion in einem leerstehenden Wohnhaus in der Dresdner Neustadt prüfen die Ermittler eine mögliche Spur zur autonomen Szene in Berlin.

Bei einer Explosion wurde ein Gebäude in der Dresdner Theresienstraße schwer beschädigt.

Quelle: Roland Halkasch

Dresden/Berlin. Nach einer Explosion in einem leerstehenden Wohnhaus in der Dresdner Neustadt prüfen die Ermittler eine mögliche Spur zur autonomen Szene in Berlin. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Das sächsische Landeskriminalamt war für eine Anfrage am Samstag zunächst nicht erreichbar. Bei der Detonation waren am vergangenen Dienstag mehrere Wände eingestürzt, parkende Autos wurden beschädigt.

Laut „Spiegel“ ist der Eigentümer der Immobilie die Berliner CG-Gruppe, die in Dresden für 85 Millionen Euro das Projekt Königshöfe plant. In Berlin wurden die Gruppe und ihre Partner mehrfach Opfer von Anschlägen, die autonomen Zellen zugeordnet werden, hieß es. Die CG wolle in Berlin in der Rigaer Straße bauen, in der Autonome ein Haus besetzt halten.

Laut dem Bericht haben Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes den Sprengsatz untersucht, der in Dresden explodiert war. Sie gehen demnach davon aus, dass die Ladung aus den Inhaltsstoffen sogenannter Polenböller gebaut und offenbar per Funk gezündet wurde. Die Beamten würden den Vorfall als besorgniserregend einstufen, da man eine derartige Sprengkraft bei vergleichbaren Fällen noch nicht gesehen habe.

Neben der Spur nach Berlin gehen die Ermittler auch der These nach, dass womöglich eine bisher unbekannte Gruppe in dem Haus einen Sprengversuch unternommen hat.

LVZ

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