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Asylbewerber greifen Sicherheitsleute an

Randale im Flüchtlingsheim Asylbewerber greifen Sicherheitsleute an

Randale in einer Dresdner Unterkunft für Asylbewerber haben am Sonntagabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Am Pfingstmontag wurde die Polizei erneut in das Flüchtlingsheim gerufen.

Nach Randalen in der Vornacht wurde die Polizei am Pfingstmontag erneut in die Asylbewerberunterkunft gerufen.

Quelle: Roland Halkasch

Dresden. Gleich zweimal innerhalb von 24 Stunden wurde die Dresdner Polizei ins Asylbewerberheim an der Strehlener Straße gerufen. Beim ersten Mal war sogar ein Großeinsatz von Nöten, in dessen Folge bei einem 43-Jährigen die Handschellen klickten.

Sonntagnacht schlug in der Flüchtlingsunterkunft plötzlich die Brandmeldeanlage Alarm. Der Wachschutz machte sich sofort auf die Suche und wurde im 4. Stock des Gebäudes fündig. Dort hatten Bewohner in ihrem Zimmer Kochgeräte betrieben. Dies ist aus Brandschutzgründen allerdings untersagt. Als der Sicherheitsdienst die Zimmerinsassen auf das Verbot hinwiesen, wurden sie von den Bewohnern wegen „Verletzung des Ramadans“ massiv angegriffen und mit Gegenständen wie Glasbehälter und Feuerlöscher beworfen, teilte die Polizeidirektion Dresden mit. Die Wachmannschaft zog sich daraufhin erst einmal zurück und wählte den Polizeinotruf.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, war in dem Raum nicht mehr viel Inventar heil geblieben. Wie ein Polizeisprecher informierte, wurde das Zimmer von den Bewohnern bis zur Unbewohnbarkeit verwüstet. So gingen Scheiben zu Bruch, Fenster wurden samt Rahmen herausgerissen, Steckdosen und Türen zerstört. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 3000 Euro geschätzt.

An der Randale waren insgesamt neun Personen beteiligt – sieben Marokkaner und zwei Tunesier. Einen 43-Jährigen machten die Beamten als Haupttäter aus und nahmen ihn fest. Seine Mitbewohner wurden in anderen Asylbewerbereinrichtungen im Stadtgebiet untergebracht. Gegen die Randalierer ermittelt die Polizei nicht nur wegen Sachbeschädigung. sondern auch wegen Körperverletzung sowie gefährlicher Körperverletzungen. Denn sechs Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurden bei den Ausschreitungen leicht verletzt. Im Einsatz waren 28 Beamte, die mit 14 Streifenwagen zum Asylbewerberheim anrücken mussten.

Am Sonntagnachmittag wurden die Beamten erneut an die Strehlener Straße gerufen. Ein Heimbewohner weigerte sich in ein anderes Zimmer umzuziehen. weil er sich wehrte, rief der Wachschutz die Polizei zur Hilfe. Als die Beamten vor Ort eintrafen wurden sie von einem Heimbewohner mit „Heil Hitler“ begrüßt. Die Polizei ermittelt.

Von Silvio Kuhnert

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