Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 9 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Anti-Terror-Einsatz in Dresden

Fehlalarm wegen Plastik-Uzi Anti-Terror-Einsatz in Dresden

Ein tschechischer Müllsammler hat am Donnerstag für Schrecksekunden und einen groß angelegten Anti-Terror-Einsatz durch die Polizei gesorgt. Ein Paar hatte den Mann gegen 15 Uhr vor einem Wertstoffhof an der Otto-Mohr-Straße dabei beobachtet, wie er augenscheinlich mit einer Maschinenpistole hantierte.

Diese Plastik-Uzi löste am Donnerstag den ersten großen Anti-Terror-Einsatz durch die Dresdner Polizei seit Bestehen des neuen Sicherheitskonzeptes aus.
 

Quelle: Polizei DD

Dresden. Ein tschechischer Müllsammler hat am Donnerstag für Schrecksekunden und einen groß angelegten Anti-Terror-Einsatz durch die Polizei gesorgt. Ein Paar hatte den Mann gegen 15 Uhr vor einem Wertstoffhof an der Otto-Mohr-Straße dabei beobachtet, wie er augenscheinlich mit einer Maschinenpistole hantierte und sie immer wieder versteckte, während sich Passanten näherten. Die Spaziergänger alarmierten umgehend die Polizei, die nach eigenen Aussagen eine „umfassende Maschinerie“ in Gang setzte. Sofort schwärmten Polizeibeamte im gesamten Stadtgebiet aus und fahndeten nach dem Unbekannten. Neben der Bundespolizei war auch ein schwer bewaffnetes Spezialkommando der Polizei im Einsatz, dass im Zuge des Berliner Anschlags mit neuer Anti-Terror-Ausrüstung und Spezialfahrzeugen ausgestattet ist.

Kurze Zeit später konnten Einsatzkräfte den 20-jährigen Tschechen in der Nähe des Wertstoffhofes ausfindig machen und Entwarnung geben. Bei der vermeintlichen Maschinenpistole handelte es sich um eine Plastik-Uzi, bei dem jungen Mann um einen Müllsammler. Laut dem 20-jährigen habe er diese Waffe vor dem Hof von einem Unbekannten geschenkt bekommen. Um kein Aufsehen zu erregen, habe er die Waffe vorsorglich vor Passanten versteckt.

Details wie etwa die Zahl und Taktik der eingesetzten Beamten wollte die Polizei nicht mitteilen, man wolle sich bei diesem heiklen Thema „nicht unbedingt in die Karten schauen lassen“. Dennoch sei der gestrige Einsatz, auch wenn es sich letztendlich um einen Fehlalarm handelte, vor dem Hintergrund eines möglichen terroristischen Angriffes der größter dieser Art seit Einführung des neuen Sicherheitskonzeptes gewesen, erklärte Polizeisprecher Marko Laske. Sowohl die Bahn, der öffentliche Nahverkehr und alle umliegenden Polizeireviere wurden alarmiert und beteiligten sich am Einsatz.

Da der tschechische Staatsbürger seine Geschichte glaubhaft erzählen konnte und keinerlei kriminelle Absicht erkennbar war, beließ es die Polizei bei einer gut gemeinten Ermahnung. Die Plastikwaffe wurde trotzdem sichergestellt. Auch wenn dieser Fall sehr glimpflich ausgegangen ist, möchte die Dresdner Polizei vor dem Hintergrund des Geschehenen noch einmal eindringlich vor sogenannten Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit warnen.

Von Sebastian Burkhardt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr