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500 Dresdner protestieren gegen Thügida-Demo in der Altstadt

Rechtsextremismus 500 Dresdner protestieren gegen Thügida-Demo in der Altstadt

Knapp 200 Rechte aus ganz Deutschland sowie dem Ausland haben am Samstagnachmittag in der Dresdner Innenstadt demonstriert. Ihnen stellten sich laut Polizei rund 500 Gegendemonstranten entgegen. Etwa 100 Personen versuchten zudem, die Demo-Strecke der Rechten zu blockieren.

Das Frontransparent der Thügida-Demonstration
 

Quelle: hauke heuer

Dresden. Knapp 200 Rechte aus ganz Deutschland sowie dem Ausland haben am Samstagnachmittag in der Dresdner Innenstadt demonstriert. Ihnen stellten sich laut Polizei rund 500 Gegendemonstranten entgegen. Etwa 100 Personen versuchten zudem, die Demo-Strecke der Rechten zu blockieren. Diese mussten auf eine andere Route ausweichen. Organisiert hatte die Rechten-Demo der Pegida-Ableger „Wir lieben Sachsen/Thügida“. Offizielles Ziel war es, die französische Präsidentschaftskandidatin Marine le Pen (FN) einen Tag vor der Stichwahl in Frankreich zu unterstützen.

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Am Sonnabend demonstrierten rund 200 Thügida-Änhänger in der Dresdner Innenstadt

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Die Demonstration der Rechten verlief nach einer Kundgebung auf dem Neumarkt über den Pirnaischen Platz über den Dr.-Külz-Ring, Altmarkt, Postplatz, Schlossplatz zurück zum Neumarkt, wo eine Abschlusskundgebung stattfand. Hunderte Gegendemonstranten protestierten erst auf dem Neumarkt gegen die Rechten. Später gelang es rund 100 Personen den Fürstenzug zu blockieren. Die Thügida-Demonstration musste auf die Schloßstraße ausweichen, um zum Neumarkt zu gelangen. Auch hier bildeten sechs Gegner der Rechten eine Sitzblockade. Die Polizei führte den Zug direkt daran vorbei. Wie Polizeisprecher Thomas Geither mitteilt, gab es darüber hinaus keine größeren Vorfälle. Am Abend berichtete die Polizei von einem Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Bei einem 36-jährigen Ordner von Thügida hatten Einsatzkräfte Quarzhandschuhe und Pfefferspray festgestellt.  Knapp 300 Beamte waren im Einsatz. Das seien nur wenig mehr als an einem normalen Pegida-Montag.

Auf den Thügida-Kundgebungen sprachen sich mehrere teils bekannte Rechtsextremisten unter anderem gegen die EU und die Zuwanderungspolitik der Bundesregierung aus. Die Veranstaltung wurde mit allen Strophen der deutschen Nationalhymne eröffnet. Darüber hinaus gab es massive Drohungen gegen den politischen Gegner. So sagte Karl Richter, Müncher Stadtrat und in der NPD sowie der Initiative „Ausländerstopp München“ aktiv, „In der Deutschen Geschichte kann es schnell gehen, dass die, die heute lachen, morgen nicht mehr lachen“. Mutmaßlich ein direkter Bezug auf Hitlers Rede vom Juli 1933 („Am 30. Januar sind in Deutschland die Würfel gefallen. Und ich glaube nicht, dass die Gegner, die damals noch gelacht haben, heute auch noch lachen.“).

Von Hauke Heuer

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