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Polizeiticker Polizeieinsatz am 13. Februar in Dresden kostet 3,5 Millionen Euro - Polizeipräsident Kroll zufrieden
Dresden Polizeiticker Polizeieinsatz am 13. Februar in Dresden kostet 3,5 Millionen Euro - Polizeipräsident Kroll zufrieden
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23:30 09.09.2015

„21.00 Uhr war Dresden wieder nazifrei", sagte Kroll. „Wir haben im Vorfeld gesagt, dass unser Einsatzkonzept nur funktioniert, wenn alle mitmachen. Gestern hat es funktioniert", so der Polizeichef, der seinen ersten 13. Februar im Einsatz erlebte. „Besonders freut es mich, dass die Proteste gegen den Aufmarsch der Rechtsextremisten allesamt friedlich geblieben sind und sich die Ausschreitungen vom vergangenen Jahr nicht wiederholt haben."

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Insgesamt wurden zehn Demonstranten aus beiden Lagern in Gewahrsam genommen. So trugen vier Männer im Alter von 19 bis 39 Jahren eine sogenannte Schutzbewaffnung bei sich und wollten so am Neonaziaufmarsch teilnehmen. Ein 20-Jähriger warf Feuerwerkskörper auf Polizeibeamte. Ein 40-Jähriger Mann drohte einem Journalisten. Weitere drei junge Männer kamen wegen Identitätsfeststellungen oder zur Ausnüchterung in das polizeiliche Gewahrsam. Gegen einen 23-Jährigen lag ein Haftbefehl vor. Ein Beamter sei durch einen Böllerwurf verletzt worden. Er erlitt laut aussage der Polizei ein Knalltrauma.

[image:phpz2xw2A20120214145355.jpg]Laut Innenstaatssekretär Michael Wilhelm werden die Kosten für den Polizeieinsatz an jenem Tag auf immer noch rund 3,5 Millionen Euro geschätzt. „Das ist nicht akzeptabel", sagte Wilhelm. Im vergangenen Jahr seien es bei zwei Einsätzen rund 6,5 Millionen Euro gewesen.

Rund 4500 Einsatzkräfte hatten am 13. Februar die Stadt mit einer massiven Präsenz abgesichert und sorgten am Nachmittag dafür, dass beide Lager nicht aufeinandertreffen. Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es 2012 bisher kaum Kritik am Vorgehen der Beamten. Selbst das Bündnis Nazifrei bezeichnete den Einsatz als human. Polizisten und Gegendemonstranten lieferten sich keine Auseinandersetzungen, die Wasserwerfer blieben arbeitslos. „Selbst in unserem Kerneinsatzbereich haben unsere Einsatzkräfte am mehreren Stellen ganz bewusst auf das Tragen ihres Einsatzhelmes verzichtet. Dieses Symbol unserer Deeskalationsbemühungen war nach den Erfahrungen im Vorjahr nicht selbstverständlich. Für ihre Einsatzbereitschaft danke ich allen Kollegen", sagte Kroll.

dpa / sl

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